26.04.2012 08:45
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Deutsche Bank im ersten Quartal erholt - Sondereffekte belasten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat den Abwärtstrend im ersten Quartal gestoppt. Unter dem Strich verdiente das Institut nach eigenen Angaben vom Donnerstag 1,4 Milliarden Euro. Das war ein Drittel weniger als im starken Vorjahreszeitraum. Von Oktober bis Dezember hatte das Unternehmen aber lediglich 186 Millionen Euro verdient und nur dank Steuereffekten einen Verlust vermieden. Analysten hatten nun dennoch mit einem höheren Gewinn gerechnet. Die Deutsche Bank verwies zur Begründung auf Sonderbelastungen durch den Verkauf des Pharmaunternehmens Actavis am Vortag und weitere Kosten für Rechtsstreitigkeiten.

 

    Vor Steuern verdiente der deutsche Branchenprimus zu Jahresbeginn knapp 1,9 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war der Gewinn der Deutschen Bank angesichts der sich stetig verschärfenden Schuldenkrise in Europa von Quartal zu Quartal gesunken. Im Schlussviertel musste der Konzern vor Steuern sogar einen Verlust melden.Trotz der jetzt wieder besseren Zahlen blieb die Deutsche Bank einen konkreten Ausblick auf das laufende Jahr schuldig. Am Aktienmarkt kamen die Zahlen und der fehlende Ausblick nicht gut an. Das Deutsche-Bank-Papier verlor vorbörslich nach.

 

JAIN GELINGT GUTER START

 

    Bei der letzten Quartalsbilanz unter der Führung von Josef Ackermann profitierte die Bank nun ausgerechnet von der Erholung des von seinem ungeliebten Nachfolger Anshu Jain geleiteten Investmentbankings. Nach einem Verlust von mehr als 400 Millionen Euro im Schlussquartal 2011 verdiente die einstige Geldmaschine des Konzerns nun wieder gut 1,7 Milliarden Euro. Das lag etwa an dem wieder regeren Geschäft mit Anleihen. Zudem stieg die Risikofreudigkeit der Profi-Anleger. Auch die US-Großbanken hatten sich im ersten Quartal gerade im Investmentbanking stark verbessert, waren allerdings ebenfalls noch hinter den Ergebnissen von vor einem Jahr zurückgeblieben.

 

    Nach dem Verlust im Vorquartal hatte Ackermann Jain dafür noch öffentlich vorgeführt. Nach der Hauptversammlung am 31. Mai übernimmt der bisher oberste Investmentbanker zusammen mit dem bisherigen Deutschland-Chef Jürgen Fitschen die Nachfolge Ackermanns an der Spitze der Deutschen Bank. Sie waren im Sommer nach wochenlangem Hickhack gefunden worden. Seitdem herrscht hinter den Kulissen bei der Deutschen Bank ein Hauen und Stechen. Erste personelle Veränderungen des neuen Führungsduos sorgten etwa zuletzt für reichlich Wirbel. Ein geplantes Führungskräfte-Treffen in der Schweiz wurde angesichts der Streits kurzfristig abgesagt.

 

ACTAVIS-VERKAUF BELASTET - PRIVATKUNDENGESCHÄFT SCHWÄCHELT

 

    Um 257 Millionen Euro belastet wurde das Konzernergebnis durch den am Vortag besiegelten Verkauf des Pharmaunternehmens Actavis an den US-Generikahersteller Watson. Der vereinbarte Preis von 4,25 Milliarden Euro lag unter der erhofften Spanne von 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte das Actavis-Engagement das Ergebnis der Deutschen Bank mit insgesamt 457 Millionen Euro belastet. Bei der Deutschen Bank gehörte Actavis zu jenen Firmenbeteiligungen, in die sie nicht freiwillig gekommen ist. Auch beim Kasino Cosmopolitan in Las Vegas oder dem nordamerikanischen Maher Terminals war das Institut zunächst als Kreditgeber aufgetreten und musste schließlich wegen der Zahlungsschwierigkeiten der Unternehmen die Führung übernehmen.

 

    Einen Dämpfer musste das von Ackermann seit der Finanzkrise massiv ausgebaut Privatkundengeschäft hinnehmen. Der Vorsteuergewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte auf 413 Millionen Euro ein. Das lag zum einen an einem diesmal wegfallenden Sondereffekt bei der Bewertung der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank. Zum anderen  sank Gewinnbeitrag der Postbank (Deutsche Postbank) unter anderem aufgrund eines niedrigeren Zinsübschusses und neuerlicher Griechenland-Abschreibungen von 33 Millionen Euro. Zudem bekam die Bank die nach wie vor geringen Anlagetätigkeiten der von der Schuldenkrise verunsicherten Privatkunden zu spüren./enl/zb

 

Anzeige

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
Open End Turbo auf Deutsche BankNG157A

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
    6
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
    2
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.03.2017Deutsche Bank VerkaufenDZ BANK
21.03.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
21.03.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
20.03.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
20.03.2017Deutsche Bank HaltenIndependent Research GmbH
06.03.2017Deutsche Bank buyequinet AG
03.02.2017Deutsche Bank buyequinet AG
04.01.2017Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
29.11.2016Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
03.11.2016Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
20.03.2017Deutsche Bank HaltenIndependent Research GmbH
14.03.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
09.03.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
08.03.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.03.2017Deutsche Bank HoldHSBC
22.03.2017Deutsche Bank VerkaufenDZ BANK
21.03.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
21.03.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
20.03.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
16.03.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Ströer erhöht Dividende stärker als erwartet -- EU-Kommission billigt Fusion der Chemiegiganten Dow und DuPont -- Lufthansa-Aktien rutschen an DAX-Ende -- Apple im Fokus

Cum-Cum-Geschäfte: Auch Volksbanken und Sparkassen unter Verdacht. Europas Banken erzielen auffällig hohe Gewinne in Steueroasen. Audi muss Produktion der Modelle A4 und A5 für vier Tage einstellen. Schwache Rohstoffe ohne Einfluss auf Aurubis. Tesla-Chef Elon Musk muss Erwartungen an das Model 3 dämpfen.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
Infineon Technologies AG623100
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Nordex AGA0D655
BMW AG519000
SAP SE716460
Deutsche Lufthansa AG823212