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12.12.2012 13:26

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ROUNDUP: Deutsche Chemie rechnet 2013 nur mit leichtem Produktionsplus

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Perspektiven für die deutsche Chemieindustrie haben sich spürbar eingetrübt. Globale Schwächephase, Rezession in Südeuropa und die durch die Finanzmärkte ausgelöste Verunsicherung hinterließen 2012 deutliche Bremsspuren. Die chemische Industrie trete auf der Stelle und erwarte auch für das kommende Jahr gestützt auf den Export nach Übersee nur einen leichten Produktionsanstieg, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit.

 

    "Die Hoffnungen auf einen spürbaren Aufschwung verschieben wir erst mal in die weitere Zukuft", erklärte der neue VCI-Präsident und Merck KGaA-Chef Karl-Ludwig Kley. Er sieht aber "keinen Grund für übertriebenen Pessimismus". Anzeichen, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession steuere, gebe es nicht. Dafür sorgten die Exporterfolge. Das Europageschäft verspreche für die Chemie im kommenden Jahr zwar wenig Schwung und auch das Deutschlandgeschäft dürfte nicht wachsen. Positive Impulse seien aber von der Nachfrage aus Übersee zu erwarten. Auch in den USA bleibe der Aufwärtstrend - allerdings ohne Dynamik - intakt.

 

    2013 rechnet der Verband deshalb mit einem Produktionsanstieg für Deutschlands drittgrößte Branche um 1,5 Prozent. Bei einem erwarteten Anstieg der Erzeugerpreise um 0,5 Prozent dürfte der Umsatz 2013 um 2,0 Prozent zulegen. Dass die Branche auch langfristig zuversichtlich bleibe, unterstreiche der Beschäftigungszuwachs 2012 von zwei Prozent auf rund 437.000. Für das kommende Jahr sei aber nicht mit einem weiteren Aufbau zu rechnen.

 

    Im laufenden Jahr ging die Chemieproduktion in Deutschland laut einer ersten Schätzung um drei Prozent zurück. Der Umsatz stagnierte mit 184 Milliarden Euro. Hier wirkte sich der Anstieg der Chemikalienpreise um 2,5 Prozent positiv aus. Die Kennzahlen deckten sich mit den bisherigen Prognosen des Verbandes. "2012 war ein durchwachsenes Jahr für die deutsche Chemie", sagte Kley. Einer rückläufigen Nachfrage aus Europa stand eine hohe Dynamik in den Schwellenländern gegenüber. Hinzu kamen Kosten und Unsicherheiten aus der deutschen Energiewende.

 

    Der Export blieb der Wachstumstreiber für Deutschlands drittgrößte Branche. "Das hat vieles rausgerissen", erklärte Kley. Für 2013 müsse mit einem kaum wachsenden Inlandsgeschäft, schwachen Ausfuhren in die europäischen Nachbarländer und einer hohen, aber nachlassenden Chemienachfrage aus Übersee gerechnet werden, erklärte Kley. Die Dynamik bleibe insgesamt niedrig. Nur aus dem außereuropäischen Ausland seien bis zuletzt positive Impulse gekommen. Die Anlagen seien mit 83 Prozent "noch ziemlich gut" ausgelastet, sagte Kley.

 

    Er verlangte mehr Einsatz der Politik, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu verbessern. Erneut kritisierte er das Vorgehen zum Ausbau der erneuerbaren Energien scharf, das einseitig auf eine Steigerung der Produktion ausgerichtet sei. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei ein "Subventions- und Bürokratiemonstrum". Solange es bestehe, müsse es bei Ausnahmen für die Industrie bleiben. Die Ausnahmen müssten aber zielgenauer den Unternehmen gewährt werden, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stünden.

 

    Der VCI-Chef wandte sich vor dem anstehenden Wahljahr auch gegen Debatten um Steuererhöhungen. "Wir haben in Deutschland kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem", sagte Kley. Jede zusätzliche Belastung der Wirtschaft wie eine neue Vermögenssteuer oder eine geänderte Erbschaftssteuer gehe mittel- und langfristig auf Kosten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit./jha/ceb/fn/kja

 

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