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22.11.2012 17:52

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ROUNDUP: Deutsche Messe erwartet 2013 wieder mehr Geschäft

Volkswagen vz zu myNews hinzufügen Was ist das?


    HANNOVER (dpa-AFX) - Die Deutsche Messe AG hofft 2013 trotz trüber Konjunkturlage auf einen Ausbau ihres Geschäfts. Der Veranstalter von CeBIT und Hannover Messe rechnet mit einem Umsatz von 320 Millionen Euro - das wären 27 Millionen Euro mehr als im ähnlich ausgelasteten Vergleichsjahr 2011. Wie Messechef Wolfram von Fritsch am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats zur Finanzplanung in Hannover mitteilte, werde nach einem Verlust von 22 Millionen Euro in diesem Jahr wieder ein Überschuss von 15 Millionen Euro in der Bilanz stehen. Der Ertrag liege wegen Abschreibungen auf frühere Zukäufe jedoch wohl deutlich unter dem Wert von 2011 (32 Millionen Euro).

 

    In ungeraden Jahren ist die Zahl der Messen in Hannover in der Regel größer, dies ist einer der Gründe für die erwarteten besseren Zahlen 2013. Deshalb will das Unternehmen die Veranstaltungen enger aufeinander abstimmen und mehr Messen und Kongresse parallel auf dem Stammgelände stattfinden lassen. "Ziel ist es, möglichst gleich ausgelastete Jahre zu haben", sagte von Fritsch. So wolle der Konzern die Logistikmesse CeMAT vom Dreijahres- auf einen Zweijahres-Rhythmus umstellen und für die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe künftig in jedem Jahr ein Programm gleichen Umfangs anbieten.

 

    Unabhängig davon seien die Prognosen für 2012 beim Gewinn um 4 und beim Erlös um 20 Millionen Euro besser ausgefallen als zunächst vermutet, berichtete von Fritsch. Der Rückblick auf das jetzt endende Geschäftsjahr sei im Aufsichtsrat ebenfalls positiv ausgefallen: "Wir sind gut vorangekommen, auch im Ausland." Infolge der Expansion in Asien, der Türkei und den USA werde das Organisationsteam nun auch in Hannover aufgestockt, kündigte der Messechef an. Auch das Kongressgeschäft werde wichtiger. Im kommenden Jahr ist etwa die Hauptversammlung des Autobauers Volkswagen (Volkswagen vz) in Hannover geplant.

 

    Der Konzern will bis 2032 mehrere hundert Millionen Euro in modernere Flächen investieren. 100.000 Quadratmeter sollen erneuert werden - etwa ein Viertel bis ein Fünftel des derzeitigen Areals. "Unser Anspruch ist, dass wir das aus eigener Kraft bezahlen", sagte von Fritsch. 2009 hatte das Unternehmen nach mehreren durchwachsenen Jahren eine Kapitalspitze von 250 Millionen Euro erhalten.

 

    2012 verlängerte die Messe zudem Verträge mit Gastveranstaltern. Dazu zählen unter anderem die Kontrakte für die IAA Nutzfahrzeuge bis 2020 und für die Landtechnikmesse Agritechnica. Nach Angaben des Messechefs ist der Auftragsbestand auf einem Rekordhoch. Das unsichere wirtschaftliche Umfeld dürfte die Planungen aber erschweren.

 

    Im Aufsichtsrat des Unternehmens gibt es einen Wechsel an der Spitze. Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), der im Januar gegen Niedersachsens Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) bei der Landtagswahl antritt, gibt zum Jahresende den Vorsitz ab. Nachfolger soll der hannoversche Finanzdezernent Marc Hansmann werden. Anstelle des Microsoft-Managers (Microsoft) Ralph Haupter wird der Chef der Software AG (Software), Karl-Heinz Streibich, in das Gremium einziehen./jap/DP/stw

 

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