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15.01.2013 11:16

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ROUNDUP: Deutsche Versicherer trotzen 'Sandy' - Allianz bekräftigt Gewinnziel

Allianz zu myNews hinzufügen Was ist das?


    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die schweren Schäden durch Hurrikan "Sandy" werfen auch Europas größten Versicherer Allianz nicht aus der Bahn. Der Dax-Konzern rechnet mit einer Belastung von 590 Millionen US-Dollar (455 Mio Euro), wie er am Dienstag in München mitteilte. Dennoch soll der operative Gewinn im abgelaufenen Jahr wie geplant mehr als neun Milliarden Euro erreichen. Am Montag hatten bereits der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) und sein Mutterkonzern Talanx (HDI, HDI-Gerling) trotz Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe ihre Gewinnziele für 2012 bestätigt. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) will sich erst Anfang Februar konkret äußern.

 

    Die Allianz-Aktie reagierte mit einem leichtem Kursgewinn auf die Nachrichten. Mit einem Plus von 0,14 Prozent auf 106,15 Euro gehörte das Papier zu den stärkeren Werten im Dax (DAX). JPMorgan-Analyst Michael Huttner hatte eine höhere Belastung von 700 Millionen Euro erwartet. In der nun genannten Summe von 455 Millionen Euro ist auch eine Summe an Prämien enthalten, die die Allianz wegen der hohen Schäden an Rückversicherer nachzahlen muss.

 

    Wirbelsturm "Sandy" war Ende Oktober auf die Ostküste der USA mit der Metropole New York getroffen. Die Schäden an Gebäuden, Versorgungsleitungen und dem Verkehrssystem beeinträchtigten für Wochen das Leben der Bewohner und ließ zahlreiche Betriebe stillstehen. Experten schätzen, dass alleine die Versicherungsbranche für Schäden von bis zu 25 Milliarden US-Dollar aufkommen muss. Die volkswirtschaftlichen Schäden könnten demzufolge sogar 50 Milliarden Dollar erreichen.

 

    Während der Sturm noch wütete und die Schäden noch gar nicht absehbar waren, hatte die Allianz damals ihr Gewinnziel heraufgesetzt. Seinen Jahresabschluss will der Konzern wie geplant am 21. Februar vorlegen.

 

    Die Hannover Rück peilt unterdessen weiterhin einen Rekordgewinn von mehr als 800 Millionen Euro an. Die Nettobelastung durch "Sandy" bezifferte der Rückversicherer auf 261 Millionen Euro. Da Kunden wegen der Schäden zusätzliche Prämien entrichten müssten, reduziere sich die Belastung auf 237,5 Millionen Euro.

 

    Die Summe schlägt auch auf die Hannover-Rück-Mutter Talanx durch, die mit gut der Hälfte an dem Rückversicherer beteiligt ist. Einschließlich des übrigen Talanx-Geschäfts vor allem mit Industriekunden erwartet der Vorstand eine Belastung von 306 Millionen Euro. Diese liege innerhalb des veranschlagten Großschadenbudgets für 2012, hieß es.

 

    Die Munich Re lässt sich unterdessen noch Zeit mit einer genauen Schadenprognose. Anfang November hatte das Unternehmen seine Belastung auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt. Eine genauere Zahl werde erst am 5. Februar zusammen mit den Eckdaten für das abgelaufene Jahr veröffentlicht, sagte eine Konzernsprecherin./stw/stb/fbr

 

  

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