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11.05.2011 10:32

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ROUNDUP/Disney floppt an der Kinokasse: Gewinnrückgang

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    BURBANK (dpa-AFX) - Nach den Medienkonzernen Time Warner und der News Corp. von Rupert Murdoch hat nun auch Branchenprimus Walt Disney über ein flaues Filmgeschäft im Frühjahr geklagt. Der teuer produzierte Trickfilm "Mars needs Moms" floppte in den US-Kinos; in Deutschland kommt der Streifen über eine von Außerirdischen entführte Mutter unter dem Titel "Milo und Mars" heraus.

 

    Der Misserfolg an der Kinokasse und bei den DVD-Neuerscheinungen gepaart mit höheren Steuern und anhaltend hohen Verlusten bei den digitalen Medien sorgte dafür, dass der Gewinn im zweiten Geschäftsquartal (bis 2. April) leicht nachgab auf unterm Strich 942 Millionen Dollar (654 Mio Euro). Die Anleger waren mächtig enttäuscht - am Dienstag nach Börsenschluss gab die Aktie um 3 Prozent nach.

 

    Dabei hat das Heimatunternehmen von Micky Maus und Donald Duck in seinen anderen Sparten teils kräftig zulegen können. Vor allem die Fernsehkanäle verdienten dank sprudelnder Werbeeinnahmen deutlich mehr; dazu gehören neben den Disney-Familienprogrammen auch der Sportsender ESPN und die ABC-Sendergruppe. Konzernweit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar.

 

    Er sei zufrieden mit dem Wachstum, erklärte Disney-Chef Bob Iger am Firmensitz im kalifornischen Burbank. Neben TV-Werbeplätzen waren auch Fanartikel gefragt. Zudem erholte sich das Geschäft mit den Freizeitparks, Resorts und der Kreuzfahrtflotte weiter von der Krise. Im März 2012 soll mit der "Disney Fantasy" der vierte Luxusliner mit Platz für 4000 Passagiere in See stechen. Und gerade erst hat Disney mit dem Bau seines ersten Freizeitparks in China begonnen, der nahe Schanghai entsteht.

 

    Zur momentan schwächelnden Filmsparte gehören die Studios Touchstone, Pixar und Marvel. Von ihnen stammen Erfolgsfilme wie "Toy Story" oder "Findet Nemo". Die Sparte verdiente mit 77 Millionen Dollar nur noch ein Drittel des Vorjahreswerts. Bereits die Rivalen Time Warner (Warner Brothers) und News Corp. (20th Century Fox ) hatten einen Besucherschwund verzeichnet. Dagegen florierte bei beiden ebenfalls das Fernsehgeschäft.

 

    Der Verlust von Disney bei den digitalen Medien verdoppelte sich auf 115 Millionen Dollar. Disney hatte die Sparte unter anderem mit dem Zukauf zweier junger Firmen ausgebaut, die Spiele für soziale Netzwerke und Handys entwickeln. Disney will so die bekannten Namen und Gesichter des Konzerns in den neuen Medien hochhalten./das/DP/wiz1

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