LÜBECK (dpa-AFX) - Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk (
Draegerwerk) hat im Jahr 2012 die eigenen Erwartungen übertroffen. Auch im laufenden Jahr will der TecDax-Konzern (
TecDAX) aus Lübeck profitabel wachsen. Die EBIT-Marge habe im abgelaufenen Jahr bei bis zu 9,7 Prozent gelegen, nach 9,5 Prozent 2011, teilte Drägerwerk am Dienstagabend überraschend auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Damit sei das eigene Ziel übertroffen worden. Dräger hatte bei der Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) den mittleren Bereich von 8,0 bis 9,5 Prozent anvisiert.
Der Umsatz kletterte um etwa 5,3 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro. Beim Auftragseingang verzeichnete die Gesellschaft ein Plus von etwa 4,8 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro. Drägerwerk begründete den besseren Geschäftsverlauf unter anderem mit einer großen Nachfrage nach Beatmungsgeräten zum Jahresende. Auch das Geschäft mit Industriekunden habe sich positiv entwickelt. Zudem fielen ursprünglich für das vierte Quartal geplante Kosten weg.
Die Zahlen kamen am Markt gut an. Die Aktie verteuerte sich im Handel um 5,5 Prozent und gehörte damit zu den größten Gewinnern im TecDax. Die Profitabilität im vierten Quartal habe weit über den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Sven Kürten von der DZ Bank in einer Studie. Für eine finale Bewertung fehlten allerdings weitere Details zum Split zwischen fortlaufenden Kostenverbesserungen und Einmaleffekten. Insgesamt seien die Zahlen aber sicher eine klar positive Überraschung.
Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Dräger ein um Währungseinflüsse bereinigtes Umsatzwachstum in etwa auf dem Niveau von 2012. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich im Bereich von 8,0 bis 10,0 Prozent liegen. Dieser Wert sei insbesondere vom Länder- und Produktmix abhängig. Eine Konkretisierung der mittelfristigen Prognose stellte der Konzern aus Lübeck für den 12. März bei Bekanntgabe der Bilanz in Aussicht./mne/jha/rum/fbr