16.12.2012 10:17
Bewerten
 (2)

ROUNDUP/ESM-Chef: Euro-Schuldenkrise in zwei, drei Jahren ausgestanden

    MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Euro-Schuldenkrise kann nach Einschätzung von ESM-Chef Klaus Regling innerhalb der nächsten drei Jahre ausgestanden sein. "Gut die Hälfte" der Arbeit sei getan, sagte Regling der Nachrichtenmagazin "Focus". "Es sind gute Fortschritte erzielt worden. Es dauert noch zwei oder drei Jahre, dann haben alle Euro-Länder Haushaltsdefizite unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, und sie sind auf gutem Wege zu einem ausgeglichenen Haushalt", sagte der Chef des Rettungsschirms ESM vorher. "Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit holen die Länder, die hier in der Vergangenheit stark zurückgefallen sind, deutlich auf."

 

    Besorgt äußerte sich Regling mit Blick auf die innenpolitische Entwicklung in Italien. Dort hatte Ministerpräsident Mario Monti seinen Rücktritt angekündigt, und der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi seine Rückkehr in die Politik in Aussicht gestellt. "Die Reformpolitik von Ministerpräsident Mario Monti hat die Zinsen sinken lassen. So etwas ist nie für alle Zeit gesichert", sagte Reglin. "Wenn es zu einem Politikwechsel käme, könnten diese Erfolge schnell wieder verspielt sein."

 

    Der finnische Notenbankchef Erkki Liikanen äußerte sich in der Zeitung "Welt am Sonntag" zufrieden über die Entwicklung an den Finanzmärkten, seit die EZB ihr umstrittenes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen (OMT) angekündigt hatte. "Es ist definitiv ein gutes Zeichen, dass sich die Finanzmärkte seit dem Sommer stabilisiert haben. Die Unterschiede bei den Finanzierungskosten in einzelnen Euro-Ländern sind geringer geworden."

 

    Bereits am Freitag hatte EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio darauf hingewiesen, dass die extremen Spannungen an Europas Finanzmärkten dank OMT spürbar nachgelassen hätten. Seither seien die Refinanzierungskosten für Länder wie Spanien oder Italien deutlich gesunken, und mehrere Banken hätten den Zutritt zum Markt zurückgewonnen, betonte Constâncio. Auch die Lage der öffentlichen Kassen habe sich verbessert. Vor einem Jahr hatte die EZB die Lage deutlich dramatischer geschildert. Damals sah die Notenbank die Finanzstabilität im Euroraum so stark gefährdet wie nie seit der Lehman-Pleite im Herbst 2008./kf/DP/zb

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX startet etwas stärker -- Asien uneinheitlich -- Großaktionäre drängen STADA-Führung wohl zu Okay für Übernahme -- United Internet, Rational und KRONES erhöhen Dividende -- GfK, Facebook im Fokus

United Internet plant weiter mit profitablem Wachstum. Autobauer Chery sieht Rechte durch Daimler-Elektromarke EQ verletzt. GfK: Inflation dämpft Konsumlaune der deutschen Verbraucher. MediGene plant wichtigen Studienstart. Pfeiffer Vacuum will nach abgewehrter Busch-Übernahme deutlich zulegen.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Nordex AGA0D655
E.ON SEENAG99
Allianz840400
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
SAP SE716460
Siemens AG723610
BMW AG519000
Deutsche Lufthansa AG823212
BayerBAY001