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14.02.2013 17:20
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ROUNDUP: EZB sieht Risiken wegen Euro-Stärke - Finanzexperten zurückhaltender

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass die jüngste Aufwertung des Euro ein Risiko für die Entwicklung der Binnenpreise darstelle. Zwar seien die Inflationsgefahren unter dem Strich nach wie vor weitgehend ausgewogen, heißt es im Monatsbericht der Notenbank vom Donnerstag. Jedoch stelle der erhöhte Wechselkurs des Euro für sich genommen ein "Abwärtsrisiko" dar. Von der Notenbank befragte Finanzanalysten scheinen die Sorgen der Notenbank nicht vorbehaltlos zu teilen.
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    Die Warnung der EZB kommt eine Woche nach entsprechenden Äußerungen ihres Präsidenten Mario Draghi. Er hatte den starken Euro nach der jüngsten Ratssitzung als Risiko für Wachstum und Preisstabilität hervorgehoben. Demnach wird die Notenbank die Auswirkungen der Aufwertung im Auge behalten. Eine starke Währung verbilligt Einfuhren aus Drittländern. Der damit einhergehende Druck auf das Preisniveau kann dazu führen, dass die Inflationsrate merklich unter den von der EZB angestrebten Zielwert von knapp zwei Prozent fällt. Das wiederum könnte die Notenbank zum Gegensteuern zwingen, etwa in Form von Zinssenkungen.

 

    Eine neue Umfrage der EZB unter Analysten deutet indes nicht darauf hin, dass die Notenbank Gefahr läuft, ihr Preisziel signifikant zu verfehlen. Demnach dürfte die jahresdurchschnittliche Teuerung im Währungsraum mittelfristig auf allenfalls 1,8 Prozent fallen. Das wäre nur etwas weniger als der Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent. Auch die Wachstumsrisiken infolge der Euro-Aufwertung scheinen die Befragten nicht sonderlich groß einzuschätzen. Die Konjunkturprognosen fallen zwar etwas ungünstiger aus als vor drei Monaten, jedoch nicht bedeutend schlechter. Die Befragung wurde bis zum 22. Januar durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Euro einen Großteil seiner jüngsten Aufwertung vollzogen.

 

    In den vergangenen Monaten hat der Euro insbesondere zum japanischen Yen stark aufgewertet. Seit vergangenem November belaufen sich die Kursgewinne auf etwa 25 Prozent. Aber auch zum US-Dollar und zum britischen Pfund hat der Euro stark zugelegt, nicht zuletzt wegen der sehr lockeren Geldpolitik der jeweiligen Notenbanken. Einige Beobachter sehen die Gefahr, dass die konjunkturelle Erholung im Euroraum infolge verteuerter Exporte konterkariert wird./bgf/hbr

 

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