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06.08.2010 17:21

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ROUNDUP/Entspannung auf US-Häusermarkt: Fannie Mae dämmt Verlust ein

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    WASHINGTON (dpa-AFX) - Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Lage am US-Häusermarkt langsam entspannt: Der wichtige US-Baufinanzierer Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) hat im zweiten Quartal seinen Verlust deutlich eingegrenzt von 15,2 Milliarden Dollar (11,5 Mrd Euro) vor einem Jahr auf nun unterm Strich 3,1 Milliarden Dollar. Auch gegenüber dem desaströsen Jahresanfang ist das eine deutliche Verbesserung. Denn die Schuldner zahlen ihre Raten wieder zuverlässiger.

    Mit den Zahlen vom späten Donnerstagabend bestätigte die vom Staat kontrollierte Fannie Mae einen Trend, den bereits die großen US- Banken in den vergangenen Wochen aufgezeigt hatten: Sie mussten allesamt weniger Geld für faule Kredite beiseitelegen. Bei Fannie schrumpfte der Betrag binnen eines Jahres von 18,8 Milliarden auf 4,9 Milliarden Dollar.

    Fannie Mae und der kleinere Bruder Freddie Mac (Fresenius St) stehen direkt oder indirekt hinter der Mehrheit aller Hypotheken des Landes und spielen eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Immobilienmarkts, etwa durch Umschuldungen für gestrauchelte Häuserbesitzer. Im zweiten Quartal griff alleine Fannie Mae 132 000 Hausbesitzern unter die Arme.

    US-Präsident Barack Obama lässt sich das eine ganze Stange Geld kosten. Fannie braucht aktuell weitere 1,5 Milliarden Dollar, womit hier die Gesamthilfe auf stattliche 86,1 Milliarden Dollar ansteigt. Zusammen mit Freddie Mac, deren Zwischenbilanz zuletzt noch ausstand, läuft es langsam auf die 150 Milliarden Dollar zu - vermutlich die teuerste Hinterlassenschaft der geplatzten Immobilienblase.

    Doch das Geld scheint gut angelegt. Der eingebrochene Häusermarkt stabilisiert sich nach der Beobachtung von Fannie Mae. Im zweiten Quartal hätten die Preis wieder leicht um 2,2 Prozent angezogen - allerdings lägen sie immer noch um 16,9 Prozent unter den Höchstständen aus dem Jahr 2006. Einen endgültigen Stopp des Abwärtstrends erwarten die Experten erst 2011.

    Als die Häuserpreise stiegen, hatten viele Amerikaner mit dieser "Sicherheit" im Rücken hohe Schulden für ein neues Auto oder die Verschönerung ihres Anwesens aufgenommen. Mit dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes war nicht nur der Puffer weg, auch die Zinsen in den variablen Kreditverträgen stiegen urplötzlich. Zu allem Überfluss verloren viele Menschen in der Wirtschaftskrise ihren Job. Sie konnten ihre Raten nicht mehr zahlen.

    Zuletzt waren noch 4,99 Prozent aller Kreditzahlungen 90 Tage oder länger überfällig. Zu Jahresbeginn hatte die Quote noch bei 5,47 Prozent gelegen. Drei Jahre lang war die Zahl der ausstehenden Raten unaufhaltsam gestiegen - dies ist jetzt der erste kräftige Rückgang./das/DP/he

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