04.12.2012 14:43
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Eon gelingt Einstieg in türkischen Markt

DRUCKEN
    (Neu: Aussagen von Eon-Chef Johannes Teyssen aus Telefonkonferenz)

 

    DÜSSELDORF/ISTANBUL (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Eon hat den Sprung in die Türkei geschafft. Das Land gilt als einer der am schnellsten wachsenden Energiemärkte weltweit: Mit dem Einstieg beim türkischen Energieunternehmen Enerjisa haben die Düsseldorfer nun den Fuß in der Tür.

 

    Am Montagabend teilte der größte deutsche Energieversorger mit, 50 Prozent am türkischen Energieunternehmen Enerjisa vom österreichischen Energiekonzern Verbund zu übernehmen. Die Österreicher ziehen sich aus dem 2007 gemeinsam mit der türkischen Sabanci Holding gegründeten Gemeinschaftsunternehmen zurück. Eon hat im Tausch für den Enerjisa-Anteil die Beteiligungen an acht bayrischen Laufwasserkraftwerken an die Österreicher abgegeben. Die Transaktion hat eine Größenordnung von rund 1,5 Milliarden Euro.

 

    Die Eon-Aktie legte am frühen Nachmittag rund ein halbes Prozent zu. Langfristig soll sich das Türkei-Engagement auch im Börsenkurs widerspiegeln. "Ich rechne damit, dass sich das Geschäft in drei Jahren wertsteigernd für die Aktionäre auswirken wird", sagte Eon-Chef Johannes Teyssen am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

 

    Die Türkei gilt als vielversprechender Markt, entsprechend ambitioniert sind die Wachstumsziele der Düsseldorfer: "Wir wollen den Marktanteil im türkischen Erzeugungsmarkt von derzeit vier auf mindestens zehn Prozent im Jahr 2020 steigern", sagte Teyssen weiter. Bis 2015 sollen jährlich 150 bis 200 Millionen Euro in den Aufbau neuer Kraftwerkskapazitäten gesteckt werden. Dafür ist auch die Teilnahme an Kraftwerks-Ausschreibungen der türkischen Regierung geplant. Die Anzahl der Kunden solle sich bis 2020 auf zehn Millionen fast verdoppeln. Nach Aussage von Finanzvorstand Marcus Schenck sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens zu einem späteren Zeitpunkt denkbar.

 

    Der Schritt in die Türkei ist für Eon strategisch bedeutsam. Um die Stagnation im europäischen Markt zu überwinden, muss sich Eon außerhalb Europas nach Wachstumsmärkten umsehen. Neben der Türkei setzt Eon große Hoffnungen auf Brasilien. In dem größten südamerikanischen Land hat sich das Unternehmen bereits an dem Versorger MPX beteiligt. Das Gemeinschaftsunternehmen soll in Brasilien und Chile Kraftwerke mit einer Kapazität von rund 20.000 Megawatt betreiben. Mehrere Kraftwerke sind bereits in Bau und sollen in den nächsten Monaten in Betrieb gehen. Die Expansion in andere Wachstumsmärkte steht nach Aussage des Eon-Chefs vorerst nicht auf der Agenda.

 

    Die Düsseldorfer befinden sich mitten in einem Konzernumbau. Eon sitzt auf einem Schuldenberg von 35 Milliarden Euro. Um an frisches Geld zu kommen, will sich das Unternehmen von Beteiligungen und Randaktivitäten im Wert von rund 15 Milliarden Euro trennen. Parallel läuft ein Programm zum Abbau von 11.000 Stellen bis 2015./jke/fn/stk/fbr

 

Anzeige

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
05.10.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
04.10.2017EON SE NeutralCitigroup Corp.
28.09.2017EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2017EON SE buyCommerzbank AG
27.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
05.10.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
28.09.2017EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2017EON SE buyCommerzbank AG
22.09.2017EON SE OutperformMacquarie Research
21.09.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
04.10.2017EON SE NeutralCitigroup Corp.
27.09.2017EON SE HaltenDZ BANK
27.09.2017EON SE HaltenIndependent Research GmbH
21.09.2017EON SE HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.2017EON SE HaltenIndependent Research GmbH
27.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
21.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
19.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
19.09.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS
11.09.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX rutscht zum Wochenende unter 13.000 -- US-Börsen mit neuen Rekorden -- Daimler meldet operativen Gewinneinbruch -- Bitcoin klettert über 6.000 Dollar-Marke -- PayPal, Atlassian, Apple im Fokus

Evotec-Aktie bricht ein: Lakewood erhöht Leerverkaufsposition. Siemens Gamesa greift nach Gewinnwarnung durch. EU-Mitarbeiter untersuchen BMW-Büros wegen Kartellverdachts. General Electric verfehlt Gewinnerwartungen. Software AG bleibt hinter Erwartungen zurück. Austausch der Aktiengattung der Linde AG im DAX.

Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Siemens AG723610
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
GeelyA0CACX