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08.02.2012 15:57

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ROUNDUP: Eon hat volle Gasspeicher - Gasverträge zu einem Drittel neu

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    ESSEN (dpa-AFX) - Dem Energieversorger Eon machen die jüngsten kältebedingten Einschränkungen bei Gaslieferungen aus Russland keine Sorgen. "Trotz zwischenzeitlicher Liefereinschränkungen sind wir gut gerüstet und können unsere vertrieblichen Anforderungen erfüllen", sagte der Chef von Eon Vertrieb Deutschland, Stefan Vogg, am Mittwoch in Essen. "Unsere Speicherfüllmengen sind hoch, ich würde sogar sagen ungewöhnlich hoch", sagte Vogg. Nach Klagen von mehreren europäischen Versorgern hatte Russland am Wochenende zwischenzeitliche Probleme bei Gaslieferungen in den Westen eingeräumt. Russland gilt als wichtigster Gaslieferant in Europa.

 

    Nach wie vor machen der Gasgesellschaft Eon Ruhrgas für sie ungünstige - da an den steigenden Ölpreis gekoppelte - Langzeitverträge mit Zulieferern zu schaffen. Bei der Eon-Tochter werden aus diesem Grund für das abgelaufene Jahr Verluste erwartet. "Mit einer Reihe von Produzenten haben wir bereits Ergebnisse erzielt. Manchen Lieferanten fällt es leichter, die Veränderungen nachzuvollziehen und anderen schwerer", sagte Vogg, auch Vorstandsmitglied von Eon Ruhrgas. Insgesamt seien ein Drittel der Verträge erneuert. Wie weit die Gespräche mit Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) gediehen seien, wollte er nicht kommentieren. "Es ist bekannt, dass wir mit Gazprom in Schiedsverfahren sind, daneben sind wir im ständigen Kontakt", sagte Vogg nur. Man sei "auf gutem Weg".

 

    Im vergangenen Jahr sei in Deutschland unter anderem wegen der milderen Temperaturen 10 Prozent weniger Erdgas verbraucht worden. Dennoch sei es Eon gelungen, an Großkunden, also Industriekunden und Stadtwerke, die gleiche Menge Gas wie im Vorjahr abzusetzen. Gleiches gelte für das Großkundengeschäft mit Strom. Auch im laufenden Jahr sieht sich die Gesellschaft beim Strom- und Gasabsatz auf Kurs. Sie will künftig bei ihren Kunden punkten, indem sie ihnen bei ihren Verträgen mehr Flexibilität bei der abzunehmenden Menge und dem Zeitpunkt von Bestellungen einräumt.

 

    Durch neue unkonvetionelle Fördermethoden sowie die Möglichkeit, Gas in verflüssigter, komprimierter Form per Schiff zu transportieren, hat es zuletzt ein deutliches Überangebot an Erdgas gegeben. Ungeachtet dessen rechnet Eon mit einem weltweit steigenden Verbrauch, vornehmlich dank einer großen Nachfrage aus Schwellenländern wie China und Indien. Moderates Wachstum sei aber auch in Europa zu erwarten und auch in Deutschland nimmt Erdgas nach Überzeugung des Managers weiter eine wichtige Rolle ein - etwa im Zuge der Energiewende, wo fossile Erzeugungskapazitäten einen Ausgleich zu den schwankungsanfälligen erneuerbaren Energien bilden sollen. Derzeit lohnten sich Investitionen in Gaskraftwerke betriebswirtschaftlich aber nicht, sagte Vogg, außerdem gebe es aktuell auch keinen Bedarf dafür./nmu /he

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