07.01.2013 11:40
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Etappensieg für Banken - Regulierer weichen Regeln auf

    BASEL/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aufseher beugen sich dem Druck der Banken: Der neue Liquiditätspuffer, mit dem Bankpleiten verhindert werden sollen, kommt jetzt langsamer als bisher geplant. Die Sorge war zu groß, dass die Banken den Kredithahn zudrehen könnten. Zudem kommen die Aufseher den Instituten bei den Details der Vorgabe entgegen, die als Lehre aus der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 eingeführt wurde. Dies teilte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am Sonntag in Basel mit. Am Aktienmarkt wurde die Entscheidung gefeiert. Bank-Papiere legten europaweit zu.

 

    Die sogenannte Mindest-Liquiditätsquote (LCR) muss demnach erst ab 2019 komplett erfüllt sein. Bisher war dies 2015 vorgesehen. Die Banken hatten vor einem zu schnellen Start gewarnt, da das für den Puffer benötigte Kapital bei der Kreditvergabe fehlen könnte. Nach den Daten des Baseler Ausschusses fehlten den weltgrößten Instituten Ende 2011 noch rund 1,8 Billionen Euro, um die neue Auflage komplett zu erfüllen. Zwei Drittel davon entfielen auf europäische Institute.

 

VORGABEN WERDEN ABGESCHWÄCHT

 

    Nun müssen Banken bis 2015 nur 60 Prozent des Speichers füllen. Bis 2019 kommen jedes Jahr zehn Prozentpunkte dazu. Das gibt den Banken mehr Zeit für den Aufbau der Reserve. Mit dieser sollen die Institute in einer 30 Tage anhaltenden Liquiditätskrise, in der die Institute kaum an neues Geld kommen und gleichzeitig Kundeneinlagen abgezogen werden, ohne staatliche Hilfe überleben können.

 

    "Die Übergangsfrist stellt sicher, dass der neue Liquiditätsstandard auf keinen Fall die Fähigkeit des globalen Bankensystems beeinträchtigen wird, die konjunkturelle Erholung zu finanzieren", sagte der britische Notenbankchef Mervyn King in seiner Funktion als Vorsitzender des Baseler Gremiums, das bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) - gewissermaßen die "Notenbank der Notenbanken" - angesiedelt ist. Die Regeln seien damit aber nicht aufgeweicht worden, erklärte King.

 

    Da die Regulierer neben der verschobenen Frist auch die Vorgaben verändert haben, wird die Reserve jedoch deutlich geringer ausfallen als bisher gedacht. So wird jetzt unterstellt, dass die Kunden der Banken in einer Krise deutlich weniger Kapital aus der Bank ziehen. Zudem müssen die Institute nicht nur wie bisher vorgesehen größtenteils Bargeld und hochwertige Papiere wie Staatsanleihen als Reserve vorhalten - jetzt reichen zum Teil auch andere Wertpapiere wie Aktien oder Unternehmensanleihen.

 

RINGEN UM NEUE REGELN

 

    Die Aufseher weltweit arbeiten mit Hochdruck an neuen Vorgaben für die Finanzbranche, mit denen eine Krise wie in den Jahren 2008/2009 verhindert werden soll. Der Baseler Ausschuss versucht, weltweite Regeln für Banken festzulegen, die wegen des Sitzes des Gremiums "Basel III" heißen. Die bekannteste Komponente dabei ist die Kapitalquote, die es schon seit Jahren gibt und die verschärft werden soll. Der geplante Liquiditätspuffer ist ein neuer Teil des Regelwerks und in der Öffentlichkeit bisher wenig beachtet.

 

    Da der Baseler Ausschuss nur Vorschläge machen darf, die dann von den nationalen Regierungen zu Gesetzen umgemünzt werden muss, zweifeln viele Experten an einer weltweiten Einführung der Basel-III-Regeln. Gerade die USA waren hier zuletzt immer wieder ausgeschert. So wurden zum Beispiel Basel II in den Vereinigten Staaten nie offiziell eingeführt - und auch bei den neuen Regeln zeichnet sich ab, dass die weltgrößte Volkswirtschaft einen Sonderweg für sich sucht. DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch hatte die Diskussion darüber im Dezember als eine "versteckte Form des Wirtschaftskriegs" bezeichnet./zb/ben

 

 

Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.07.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
24.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
24.07.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
21.07.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
12.07.2017Deutsche Bank HoldHSBC
24.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
29.06.2017Deutsche Bank buyequinet AG
19.05.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
28.04.2017Deutsche Bank buyequinet AG
27.04.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
24.07.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
12.07.2017Deutsche Bank HoldHSBC
07.07.2017Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
26.06.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
08.06.2017Deutsche Bank Equal weightBarclays Capital
24.07.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
21.07.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
03.07.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
23.06.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
13.06.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX legt zu -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Daimler enttäuscht Erwartungen -- Analysten: Der Euro hat noch Luft nach oben -- PUMA, GEA, KION, Peugeot, KlöCo im Fokus

BMW setzt Kooperationsgespräche mit Daimler vorläufig aus. Telefonica Deutschland schneidet beim Ergebnis besser ab. Großbritannien will Diesel- und Benzinautos ab 2040 verbieten. Luftfahrtverband setzt sich für Überleben von Air Berlin ein. Amgen schneidet besser ab als erwartet und erhöht Prognose.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Amazon906866
Alphabet A (ex Google)A14Y6F
BASFBASF11