19.02.2013 12:54
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Europas Automarkt im Januar auf Rekordtief - Hoffnung für Opel?

DRUCKEN
    BRÜSSEL/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Talfahrt auf Europas Automärkten hat auch zum Start des neuen Jahres kein Ende gefunden - aber Hoffnungen für eines der größten Sorgenkinder geweckt. Im Januar landeten die Neuzulassungen in der Europäischen Union bei einem neuen Rekordtief von gut 885.000 Autos. Im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Jahresauftakt 2012 bedeutete das ein weiteres Minus von 8,7 Prozent, wie der europäische Branchenverband ACEA am Dienstag mitteilte.

 

    Aber ausgerechnet die taumelnde General-Motors-Tochter (General Motors) Opel könnte aus dem schlechtesten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990 neue Hoffnung schöpfen: Gegen den Trend legten deren Neuzulassungen um fast 5 Prozent zu. Zusammen mit der Schwestermarke Vauxhall überholte Opel sogar die ebenfalls angeschlagene französische Konkurrenz von Peugeot und Renault. Deren Kernmarken verloren zweistellig und landeten mit gut 55.900 Autos (Renault), beziehungsweise gut 54.800 Wagen (Peugeot) hinter Opel mit gut 58.600 Autos.

 

MIT NEUEN MODELLEN GEGEN DEN SCHRUMPFENDEN MARKT

 

    Mit neuen Modellen wie dem Klein-SUV Mokka oder dem City-Flitzer Adam will Opel 2013 seinen Anteil auf dem schrumpfenden Markt zumindest stabilisieren. Alleine für den Mokka gibt es laut Unternehmen schon mehr als 80.000 Vorbestellungen. Im Januar stieg der Marktanteil sogar von 5,8 auf 6,6 Prozent. Mit weitem Abstand bleibt aber VW der größte Hersteller - auch wenn dessen Kernmarke Volkswagen (Volkswagen vz) im Januar ähnlich stark verlor wie Renault und Peugeot. Mit gut 108.700 Wagen verkauften die Wolfsburger in der EU aber fast doppelt so viele Autos wie die schärfsten Rivalen. Nimmt man alle Töchter mit ins Boot, stammte jeder vierte neu zugelassene Pkw aus dem Konzern.

 

    Im Gegensatz zur VW-Tochter Audi, deren Absatz um knapp 2 Prozent schrumpfte, legten die anderen deutschen Oberklasse-Hersteller im Januar zu: BMW brachte knapp 7 Prozent mehr Autos auf die Straße, der Rivale Daimler legte um fast 4 Prozent zu. Bei beiden Konzernen konnten vor allem die Kernmarken BMW und Mercedes-Benz kräftig zulegen. Dagegen verloren die Klein-Marken Mini und Smart Käufer.

 

TOYOTA UND FORD LASSEN FEDERN

 

    Gegen den Trend wuchs auch die koreanische Marke Kia, die gut 7 Prozent mehr Autos absetzte. Der Mutterkonzern Hyundai (Hyundai Motor) - 2012 noch einer der größten Überflieger auf dem Markt - verlor dagegen leicht. Europa-Vizechef Alan Rushforth hatte 2013 als Übergangsjahr angekündigt, in dem vor allem der Marktanteil der Koreaner stabil gehalten werden soll. Im Januar kletterte der aber sogar leicht.

 

    Kräftig Federn lassen musste dagegen der weltgrößte Autobauer Toyota (Toyota Motor), der fast 17 Prozent weniger Fahrzeuge verkaufte. Am meisten litt aber Ford (Ford Motor) unter dem schrumpfenden Markt: Beim US-Hersteller brachen die Neuzulassungen um ein Viertel von rund 80.000 auf gut 60.000 Autos ein. Auch der Fiat-Konzern (Fiat) verlor im zweistelligen Prozentbereich, wobei die Kernmarke aber nur leicht nachgab.

 

LÄNDERVERGLEICH PARADOX: BELGIEN ÜBERHOLT SPANIEN

 

    Beim Blick auf die größten EU-Länder konnte nur Großbritannien mit einem kräftigen Plus bei den Neuzulassungen glänzen. Mit gut 143.600 neu zugelassenen Autos ist das Land unter dem Union Jack mittlerweile zweitgrößter Absatzmarkt in der EU. Auf dem Festland regierte hingegen zum wiederholten Male Tristesse: Auf dem größten Markt Deutschland sackten die Verkäufe um knapp 9 Prozent auf rund 192.000 neu zugelassenen Fahrzeuge ab. Unterdessen schrumpfte der spanische Markt durch die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise mittlerweile so stark, dass dort im Januar weniger Autos verkauft wurden als in Belgien - obwohl das Land viermal so viele Einwohner hat.

 

    Gut aufgestellt sind nur solche Hersteller, die sich außerhalb Europas eine breite Basis geschaffen haben. Vor allem in den größten Einzelmärkten China und den USA geht es derzeit kräftig bergauf. Im bevölkerungsreichsten Land der Erde explodierten die Verkäufe nach Zahlen des deutschen Branchenverbandes VDA mit einem Plus von 59 Prozent regelrecht. Das lag aber zu einem guten Stück daran, dass das Neujahrsfest dieses Jahr in den Februar fällt und der Januar damit deutlich mehr Verkaufstage zählte als 2012./mmb/she/rum

 

Anzeige

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
12:31 UhrVolkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12:21 UhrVolkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
08.12.2017Volkswagen (VW) vz Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.12.2017Volkswagen (VW) vz buyKepler Cheuvreux
06.12.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12:31 UhrVolkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12:21 UhrVolkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
08.12.2017Volkswagen (VW) vz Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.12.2017Volkswagen (VW) vz buyKepler Cheuvreux
06.12.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
04.12.2017Volkswagen (VW) vz Equal-WeightMorgan Stanley
22.11.2017Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.
21.11.2017Volkswagen (VW) vz neutralIndependent Research GmbH
21.11.2017Volkswagen (VW) vz Equal-WeightMorgan Stanley
31.10.2017Volkswagen (VW) vz HoldDeutsche Bank AG
13.11.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.11.2017Volkswagen (VW) vz VerkaufenDZ BANK
22.08.2017Volkswagen (VW) vz VerkaufenDZ BANK
04.07.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.06.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) AG Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Wäre es nicht genial, wenn Sie für jede Marktsituation und jedes Anlagebedürfnis den passenden ETF hätten? Welche ETFs sich wann und wofür am besten eignen, erfahren Sie im Online-Seminar am 12. Dezember.
Hier zum ETF-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Der große Ausblick auf 2018!

Am 13. Dezember gibt Simon Betschinger von TraderFox im Anlegerclub der Börse Stuttgart einen Ausblick auf das kommende Börsenjahr. Dabei nimmt er ausgewählte Aktien unter die Lupe und erklärt, warum er genau diese Werte für besonders aussichtsreich hält.
Jetzt kostenfrei registrieren
und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX auf Richtungssuche -- Dow im grünen Bereich -- Atos will Chipkarten-Hersteller Gemalto schlucken -- Bitcoin kommt leicht von Rekordhöhen zurück -- HelloFresh, LANXESS im Fokus

Boeing hebt Dividende kräftig an. Stiftung Warentest: Mehr Zinsen für Tagesgeld und Co. im Internet. Immobilienkonzern Unibail-Rodamco will Konkurrent Westfield kaufen. Deutsche Aktien 2017: Das waren die Bitcoin-Alternativen. Litecoin steigt um über 86 Prozent. Unterstützung für VW-Chef Müller: Weil hält höhere Diesel-Steuern für sinnvoll.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
AIXTRON SEA0WMPJ
CommerzbankCBK100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Bitcoin Group SEA1TNV9
BP plc (British Petrol)850517
Apple Inc.865985
GeelyA0CACX
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
Dialog Semiconductor Plc.927200
Deutsche Telekom AG555750