31.10.2012 20:06
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Ex-Wirtschaftsminister Müller soll Chef der Kohlestiftung werden

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der frühere Bundeswirtschaftsminister Werner Müller soll im zweiten Anlauf Chef der RAG-Stiftung zur Abwicklung des deutschen Steinkohlebergbaus werden. Die CDU hat ihren Widerstand gegen den 66-Jährigen aufgegeben. "Der Name Müller wird am Freitag festgeklopft", sagte Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der "Süddeutschen Zeitung". Dann tagt das Stiftungskuratorium in Berlin. Aus Saar-Regierungskreisen hieß es am Mittwochabend, alles laufe auf Müller hinaus.

 

    Die RAG-Stiftung ist Mehrheitseigentümerin des Spezialchemiekonzerns Evonik und soll die Steuerzahler von den Milliardenkosten des Bergbaus entlasten. Wenn die Kohleförderung 2018 eingestellt wird, soll die Stiftung die sogenannten Ewigkeitslasten des Bergbaus finanzieren. Das dafür nötige Geld soll auch durch den Verlauf von Evonik-Anteilen zusammenkommen.

 

    Müller hatte dieses Konzept für den Ausstieg aus dem Bergbau entwickelt. Sein erster Versuch, Chef der Stiftung zu werden, war an der damaligen schwarz-gelben Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gescheitert. Bei seinem zweiten Anlauf wird Müller von der SPD und der IG Bergbau, Chemie, Energie unterstützt. Medienberichten zufolge hatte sich zuletzt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gegen eine Wahl von Müller ausgesprochen.

 

    Kramp-Karrenbauer sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Meinungsverschiedenheiten über Müller seien zwischen ihr und ihrem Parteifreund Schäuble ausgeräumt. "Ich gehe von einer einstimmigen Wahl aus." Müller habe ihr zugesagt, die Mittel der Stiftung nur für den Ausstieg aus dem Bergbau einzusetzen. Die CDU hatte der SPD-geführten NRW-Landesregierung vorgeworfen, sie wolle mit Hilfe Müllers die RAG-Stiftung für Strukturpolitik nutzen.

 

    Im Kuratorium der Stiftung sitzen Kramp-Karrenbauer, NRW-Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD), Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), IG BCE-Chef Michael Vassiliadis sowie acht weitere Mitglieder.

 

    Der parteilose Energiemanager Müller war von 1998 bis 2002 Wirtschaftsminister in der rot-grünen Bundesregierung. 2003 wechselte er auf auf den Chefposten der Ruhrkohle AG, die er unter dem neuem Namen Evonik Industries in einen Mischkonzern mit den Sparten Chemie, Energie und Immobilien umbaute. 2008 hörte Müller dort auf./hff/DP/he

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Scout24 AG A12DM8
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
Allianz 840400
Apple Inc. 865985
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Nestle SA A0Q4DC
Deutsche Telekom AG 555750
BMW AG 519000
Commerzbank CBK100
Airbus SE 938914
Facebook Inc. A1JWVX