09.01.2013 14:37
Bewerten
 (0)

ROUNDUP/'FT'/: Europas Telekom-Konzerne erwägen Netz-Schulterschluss

    FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Europas große Telekom-Konzerne erwägen laut einem Zeitungsbericht einen Zusammenschluss ihrer Netze über nationale Grenzen hinweg. Die Idee sei bei einem Treffen von Konzernchefs EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia geboren worden, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Personen. Eine solche Kooperation würde allerdings viele technische, geschäftliche und auch regulatorische Fragen aufwerfen. Für die Verbraucher könnte das europaweit einheitliche Preise bringen.

 

    Die großen Telekom-Konzerne denken über eine stärkere Zusammenarbeit nach, um sich auf internationaler Bühne behaupten zu können. Andere große Märkte wie USA oder China werden von wenigen großen Anbietern beherrscht. In Europa ist der Telekom-Markt hingegen in eine Vielzahl von Ländern aufgeteilt, innerhalb derer sich zahlreiche Anbieter Konkurrenz machen.

 

    Die Aktien der großen europäischen Telekom-Konzerne reagierten positiv auf die Neuigkeiten. Die Papiere legten durch die Bank spürbar zu.

 

    Die Top-Manager unter anderem von Deutscher Telekom (Deutsche Telekom), France Telecom , Telefonica und Telecom Italia hatten bereits im November vergangenen Jahres über eine Konsolidierung in der Branche gesprochen, wie ein Sprecher von Almunia am Mittwoch in Brüssel bestätigte. Die Initiative müsse dabei aber von den Unternehmen ausgehen.

 

    Eine Überlegung sei die Zusammenlegung der Netz-Infrastruktur in einer neuen Firma, berichtete die "Financial Times". Sie könnte dann als eine Art Großhändler für die einzelnen Telekom-Konzerne auftreten, mit finanziellen Vorteilen für die Unternehmen, die ihre Netze eingebracht haben.

 

    Um ihre Profitabilität zu steigern und Geld für dringend benötigte Investitionen in neue Netze zusammenzubekommen, rufen Netzbetreiber seit Jahren nach einer Konsolidierung innerhalb der Länder. Das will Almunia nicht. Stattdessen signalisierte er Offenheit für Schulterschlüsse über nationale Grenzen hinweg. Die EU dringt schon seit Jahren auf einen durchlässigeren europäischen Telekom-Markt und macht unter anderem Druck auf die Roaming-Gebühren.

 

    Von der Deutschen Telekom war zu dem Bericht keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Sprecher verwies auf den Branchenverband European Telecommunications Network Operators (ETNO) in Brüssel, der federführend die Überlegungen der Branche vorantreibt.

 

    Aus der Not der Netzbetreiber, die Kosten zu senken, und der Unmöglichkeit, sich innerhalb der Länder zu konsolidieren, könnte aus getrennten nationalen Märkten ein europäischer Markt entstehen. Branchenkenner bezweifeln indes, dass die EU-Kommission einen solchen Schulterschluss der Marktriesen in Europa genehmigen würde. In den Gesprächen mit Almunia sei es nicht um die Bildung eines pan-europäischen Netzes, sondern um grundsätzliche Fragen gegangen, erfuhr die dpa aus ENTO-Kreisen.

 

    Der europäische Branchenverband der Telekommunikationsindustrie mit 41 Mitgliedsunternehmen liegt seit Jahren im Clinch mit der Internet-Branche. Die Telekom-Konzerne möchten die Anbieter von Internetinhalten nach dem Prinzip "Sender zahlt" künftig zur Kasse bitten, weil sie zunehmende Datenmengen über die Netze schicken, sich aber nicht an den Netzinvestitionen beteiligten. Betroffen davon wären vor allem große Internetfirmen außerhalb Europas./fn/ls/stw

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Telekom AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Deutsche Telekom AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08:01 UhrDeutsche Telekom HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
24.10.2014Deutsche Telekom accumulateequinet AG
21.10.2014Deutsche Telekom buyWarburg Research
20.10.2014Deutsche Telekom HoldCommerzbank AG
14.10.2014Deutsche Telekom HaltenDZ-Bank AG
24.10.2014Deutsche Telekom accumulateequinet AG
21.10.2014Deutsche Telekom buyWarburg Research
14.10.2014Deutsche Telekom buyUBS AG
08.10.2014Deutsche Telekom buyCitigroup Corp.
19.09.2014Deutsche Telekom buyCitigroup Corp.
08:01 UhrDeutsche Telekom HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
20.10.2014Deutsche Telekom HoldCommerzbank AG
14.10.2014Deutsche Telekom HaltenDZ-Bank AG
15.09.2014Deutsche Telekom HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.09.2014Deutsche Telekom NeutralJP Morgan Chase & Co.
25.07.2014Deutsche Telekom SellGoldman Sachs Group Inc.
03.07.2014Deutsche Telekom SellGoldman Sachs Group Inc.
28.05.2014Deutsche Telekom SellGoldman Sachs Group Inc.
09.05.2014Deutsche Telekom SellGoldman Sachs Group Inc.
02.05.2014Deutsche Telekom UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Telekom AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?