HARTFORD (dpa-AFX) - Der US-Mischkonzern
United Technologies hat seinen guten Lauf auch im Schlussquartal fortgesetzt und sein Gewinnziel für das Gesamtjahr übertroffen. Dabei half dem Konzern die gute Konjunktur bei den Flugzeugbauern, die für den Großteil der Erlöse stehen. Der Gewinn je
Aktie übertraf mit 1,47
Dollar im vierten Quartal die 1,31 Dollar des Vorjahres deutlich, wie der Hersteller von Otis-Aufzügen und Pratt-&-Whitney-Triebwerken am Mittwoch in Hartford mitteilte. Unter dem Strich verdiente United Technologies 1,3 Milliarden Dollar, nach 1,2 Milliarden vor einem Jahr.
Der Umsatz kletterte in der Zeit von Oktober bis Dezember wie von Analysten erwartet um ein Prozent auf 15 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel etwas höher aus. Vorbörslich notierte die Aktie unverändert.
Im Geschäft für große Triebwerke brachen die Aufträge im vergangenen Quartal um 16 Prozent ein. Allerdings waren sie vor einem Jahr mit einem Plus von 45 Prozent auch besonders stark gestiegen. Zudem stiegen in den anderen Geschäftsfeldern des Konzerns die Bestellungen weiter. In allen sechs Sparten habe der Konzern auch ohne Zukäufe beim Umsatz zugelegt und zweistellige Margen eingefahren, sagte Vorstandschef Louis Chenevert. "Während die Wechselkurse weiter schwanken, sehen wir weiterhin Stärke bei den Flugzeugbauern und Wachstum in den Schwellenländern."
Auf Jahressicht 2011 übertraf der Konzern mit 5,49 Dollar Gewinn je Aktie seine mehrfach nach oben geschraubte Zielmarke von 5,47 Dollar. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, den Gewinn je Aktie auf 5,8 und 6 Dollar steigern zu können", sagte Chenevert. Dabei klammert der Manager eine noch laufende milliardenschwere Übernahme aus. Der Konzernumsatz soll bei 59 Milliarden bis 60 Milliarden Dollar herauskommen, nach 58,1 Milliarden 2011.
Im vergangenen September hatte United Technologies den Kauf des Airbus- und Boeing-Zulieferers Goodrich für 16,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Damit will Vorstandschef Chenevert sein eigenes Luftfahrtgeschäft ergänzen und stärker im nicht-militärischen Geschäft werden. United Technologies stellt bereits Cockpit-Elektronik her. Töchter sind zudem der Triebwerks-Hersteller Pratt & Whitney und der Hubschrauber-Produzent Sikorsky. Auch in anderen Bereichen ist United Technologies aktiv, so bei Aufzügen (Otis), im Brandschutz und der Sicherheitstechnik./stb/she/tw