21.11.2012 23:22
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: G+J: Kein endgültiger 'FTD'-Beschluss - letzte Verkaufsgespräche

    HAMBURG (dpa-AFX) - Über die Zukunft der Wirtschaftsmedien von Gruner +Jahr, darunter die "Financial Times Deutschland" (FTD), ist nach Angaben des Zeitschriftenkonzerns noch nicht endgültig entschieden. Wie Konzernsprecher Claus-Peter Schrack am Mittwochabend mitteilte, laufen noch letzte Gespräche zu einem möglichen Verkauf der "FTD".

 

    "Richtig ist, dass der G+J-Aufsichtsrat heute den G+J-Vorstand in seiner Aufsichtsratssitzung ermächtigt hat, einen Verkauf, Teilschließung oder Schließung der G+J-Wirtschaftsmedien vorzunehmen", teilte Schrack mit. "Es laufen aktuell letzte Gespräche zu einem potenziellen Verkauf der "FTD", ein endgültiger Beschluss des Vorstandes ist damit noch nicht gefasst." Der G+J-Aufsichtsrat war am Mittwoch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammengekommen.

 

    Am selben Tag war auf der Internetseite der "FTD" zu lesen: "Die "Financial Times Deutschland" steht vor der Einstellung. In den vergangenen Tagen erreichten zahlreiche Leserbriefe dazu die Redaktion - für die wir uns von ganzem Herzen bedanken und die wir nachfolgend dokumentieren. Jetzt warten wir die Entscheidung unserer Verlagsführung ab. Dann blicken wir nach vorn."

 

    Bei den Wirtschaftstiteln arbeiten nach Verlagsangaben rund 330 Menschen. Zu den Titeln gehören neben der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" die Magazine "Capital", "Impulse" und "Börse Online".

 

    Die "Wirtschaftswoche" hatte am Mittwochabend berichtet, dass die "FTD" voraussichtlich im kommenden Januar zum letzten Mal erscheinen solle. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vom Mittwoch berichtet, der G+J-Vorstand habe am Dienstag beschlossen, die "FTD" einzustellen und die Zeitschriften "Impulse" und "Börse Online" zu verkaufen. "Capital", das 1962 erstmals auf den Markt kam, soll demzufolge von Berlin aus weitergeführt werden.

 

    Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appellierte an die soziale Verantwortung des G+J-Managements. "Sparmaßnahmen dürfen nicht einseitig zu Lasten der Journalistinnen und Journalisten beschlossen werden", teilte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in Berlin mit. Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), Frank Werneke, fürchtet, dass mehr als 200 Arbeitsplätze gestrichen würden.

 

    Der Verlag Gruner + Jahr, der auch Magazine wie "Geo", "Gala", "Stern", "Brigitte" und "Neon" herausgibt, gehört mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro (2011) zu den größten in Europa.

 

    Mehrheitseigener ist mit 74,9 Prozent die Bertelsmann SE & Co. KGaA. Eine Sperrminorität von 25,1 Prozent hält die Hamburger Verlegerfamilie Jahr./akp/DP/he

 

Heute im Fokus

DAX schließt mit leichten Verlusten -- Dow schwächer -- Apple: Neuheiten-Präsentation am 9. September -- Fed-Vize Fischer: Haben noch nicht über Zinserhöhung entschieden

Bayer will Covestro trotz Marktturbulenzen 2015 an die Börse bringen. Zinsschritt im September laut US-Notenbanker noch möglich. Ölpreise deutlich gestiegen. HSH Nordbank kann Altlasten nicht tragen - Suche nach Lösungen. Fed-Vize Fischer: Haben noch nicht über Zinserhöhung entschieden. ESM-Chef Regling will bei künftigen Krisen auf IWF verzichten. Telekom-Chef Höttges will 'europäischen Weg' beim Datenschutz. Fed-Mitglieder geben widersprüchliche Zinssignale.
Die niedrigsten Neuzulassungen

Wer brilliert in der Wirtschaftswelt?

Diese Firmen patentieren am meisten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Was verdient man bei Google?

Welcher Darsteller verdient am meisten?

Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?

Produkte von Google, die keiner kennt

Heute sind sie Milliardäre

mehr Top Rankings

Umfrage

Der deutsche Leitindex kann die Marke von 10.000 Punkten zum Wochenauftakt vorbörslich nicht mehr verteidigen. Wo sehen sie den DAX in einem Monat?