17.06.2013 22:17
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ROUNDUP: G8-Staaten wollen mit Strukturreformen mehr Wachstum und Jobs

    ENNISKILLEN (dpa-AFX) - Die führenden Industriestaaten und Russland (G8) sehen die Eurozone angesichts der Schuldenkrise auf dem Weg der Besserung. In der vorläufigen Abschlusserklärung zur Weltwirtschaft zeichnen sie ein positiveres Bild als noch im Vorjahr. Allerdings werden auf dem G8-Gipfel in Nordirland weitere Strukturreformen für mehr Wachstum und Jobs angemahnt. Die Staats- und Regierungschefs der G8 tagen im nordirischen Enniskillen am See Lough Erne.

    Die Perspektiven für die Konjunktur blieben zwar schwach. Aber die Risiken, dass es immer weiter abwärtsgeht, seien in den USA, der Eurozone und Japan nun kleiner, heißt es in dem Dokument, dass der dpa vorliegt. An den meisten Finanzmärkten habe es entsprechend zuletzt wieder deutliche Gewinne gegeben. Dieser Optimismus müsse nun in mehr Wirtschaftswachstum und mehr Beschäftigung umgemünzt werden.

    Die Eurozone wird in der Abschlusserklärung aufgefordert, die Wirtschafts- und Währungsunion weiter zu stärken - auch durch die Umsetzung der Bankenunion. Die USA sollen wie Japan vor allem ihre Haushaltslage dauerhaft verbessern. Diplomaten zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Verhandlungen: "Es gab viel Selbstkritik und viel Realismus", kommentierte sie.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, bei der Sitzung zur Weltwirtschaft sei deutlich geworden, dass "es sehr gemeinsame Positionen gibt, was die gemeinsamen Anstrengungen für Haushaltskonsolidierung und die Möglichkeiten des Wachstums anbelangt". Voraussetzung für mehr Wachstum seien Strukturreformen und gesunde Finanzen.

    In der vorläufigen Abschlusserklärung heißt es, die Ankurbelung der Nachfrage und Reformen müssten im Gleichgewicht stehen, dazu müsse es glaubwürdige Haushaltspläne geben. Mit der Geldpolitik solle der Aufschwung je nach Mandat der verschiedenen Zentralbanken unterstützt werden. Die expansive Geldpolitik Japans sei kein Streitpunkt gewesen, hieß es aus Delegationskreisen.

    Defizitsündern wie Frankreich wird unterdessen die Möglichkeit zugestanden, Sparziele wegen der Rezession in der Eurozone aufzuschieben. Entscheidend seien die nationalen wirtschaftliche Lage, heißt es in der Erklärung.

    Grundsätzlich sagte Merkel über die Lage der Wirtschaft: "Die ganz manifeste Krise des Vertrauens haben wir überwunden." Dennoch gebe es noch viel Arbeit zu tun./aha/DP/he

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