21.01.2013 13:51
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Gewerkschaften drohen Eon im Tarifstreit - Versorgung aber sicher

    DÜSSELDORF/BERLIN (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt beim größten deutschen Energiekonzern Eon drohen die Gewerkschaften mit Streik, Versorgungsengpässe im Winter sind aber nicht zu befürchten. Wenn es zum Streik komme, werde die Eon-Geschäftsleitung rechtzeitig informiert, um sich für bestreikte Kraftwerke am Markt Zusatzkapazitäten sichern zu können, versicherte ein Verdi-Sprecher am Montag. "Es ist unser klarer Wille, es nicht zum Blackout kommen zu lassen. Wir wollen nicht die Bürger treffen."

 

    Für die 30 000 Eon-Beschäftigten in Deutschland fordern Verdi und die Gewerkschaft IG BCE 6,5 Prozent mehr Geld. Eon bot zuletzt 1,7 Prozent. Die Gewerkschaften hatten die Verhandlungen am vergangenen Mittwoch für gescheitert erklärt. Die Urabstimmung wird vorbereitet und soll am 28. Januar beginnen. Aus Sicht der Gewerkschaft bringt das Arbeitgeberangebot eine "reale Minus-Runde", da es unter der Inflation liegt.

 

    Der IGBCE-Tarifpolitiker Peter Hausmann sprach von einer "sehr ernsten Lage". Die Arbeitgeber betrieben Tarifpolitik nach Art früherer Schlotbarone - sie wollten diktieren statt zu verhandeln, sagte Hausmann. "Ein harter Arbeitskampf ist nicht länger ausgeschlossen, dafür tragen die Arbeitgeber die volle Verantwortung."

 

    Eon hatte 2011 unter anderem wegen der Atomwende erstmals in der Unternehmensgeschichte Milliardenverluste geschrieben. Der Abschluss müsse der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entsprechen, unterstrich am Montag erneut ein Eon-Sprecher. Eon sei aber jederzeit gesprächsbereit.

 

    Ein Streik wäre unverhältnismäßig und würde Dritte in einen betrieblichen Konflikt hineinziehen, sagte der Unternehmenssprecher. Auch von Streikdrohungen halte er nichts. "Wir haben uns bewegt, wir ringen darum, eine faire Lösung hinzubekommen", hatte Regine Stachelhaus, Eon-Personalvorstand, der Zeitung "Welt am Sonntag" gesagt. Sie hoffe, dass ein Arbeitskampf vermieden werden könne.

 

    Das Unternehmen müsse im Streikfall mit höheren Kosten für den Einkauf von zusätzlicher Energie rechnen, sagte der Verdi-Sprecher. Das sei durchaus beabsichtigt. "Das ist das Risiko, wenn Eon kein ausreichendes Tarifangebot unterbreitet", sagte der Gewerkschaftssprecher./rs/DP/fbr

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr E.ON AG (spons. ADRs) Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

EON Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- US-Börsen uneinheitlich -- Starkes Box-IPO: Erstkurs bei 20,20 Dollar -- Tele Columbus-Börsengang erfolgreich -- GE, Twitter im Fokus

Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe. EZB Coeure: Anleihekäufe nicht begrenzt. IPO: Aena geht am 11. Februar an die Börse. McDonald's plant weniger neue Filialen nach tristem Jahr. ifo-Chef Sinn kritisiert EZB-Anleihenprogramm.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Depot, Urlaub & Co: Sind Sie direkt von der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro betroffen?