ROUNDUP: Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Geld im öffentlichen Dienst
Die Verhandlungen beginnen am 1. März in Potsdam. Neben der Metallbranche gilt der öffentliche Dienst als Schwergewicht in den diesjährigen Tarifverhandlungen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben bereits erklärt, dass sie wenig Spielraum für Lohnerhöhungen sehen. Sie verweisen auf die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte und auf ein sich abschwächendes Wirtschaftswachstum für 2012.
Verdi-Chef Frank Bsirske sagte vor Journalisten: "Deutliche Entgelterhöhungen sind nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, sondern angesichts der Rezession in weiten Teilen Europas auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft." Gerade wegen der Gefahren für den Export komme den Löhnen für die Stärkung der Kaufkraft eine Schlüsselrolle zu.
Der Chef des Beamtenbundes, Peter Heesen, sagte, 2011 habe der öffentliche Dienst rund sechs Prozent hinter dem allgemeinen tariflichen Lohnzuwachs gelegen. "Wenn wir nicht die Zukunft unseres Gemeinwesens verzocken und im Wettbewerb um immer knapper werdende Fachkräfte unterliegen wollen, muss jetzt eine spürbare Erhöhung der Einkommen her." Das Tarifergebnis müsse am Ende - wie in den Vorjahren - auch auf die Bundesbeamten übertragen werden./bg/DP/bgf


