09.09.2013 18:49
Bewerten
 (4)

ROUNDUP: Griechenland exportiert wieder mehr

    ATHEN (dpa-AFX) - Hoffnungsschimmer für Griechenland: Das Euro-Krisenland exportiert wieder mehr. Im Juli stiegen die Exporte um 6,7 Prozent verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat auf 2,37 Milliarden Euro. Im Vergleich des Zeitraumes August 2012 bis Juli 2013 mit August 2011 bis Juli 2012 seien die Exporte sogar um zwölf Prozent gewachsen, teilte das Statistische Amt (Elstat) am Montag mit. Wegen des dramatischen Rückgangs des heimischen Marktes versuchen immer mehr griechische Unternehmen, aktiver zu werden und ihre Produkte im Ausland zu platzieren.

    Das hoch verschuldete Land kämpft gegen die anhaltende Wirtschaftstalfahrt und steckt in der Deflation fest. Im August sind die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistikamtes weiter um 1,3 Prozent gesunken. Im Juli hatte es einen Rückgang von 0,7 Prozent gegeben. Bei den Berechnungen hält sich das Amt dabei an die Standards der EU-Statistiker. Sinkende Verbraucherpreise über einen längeren Zeitraum werden als Deflation bezeichnet und gelten als Hemmnis für die konjunkturelle Entwicklung, da Konsumenten und Unternehmen Ausgaben hinauszögern. Sie könnten darauf spekulieren, dass die Preise weiter fallen. Im schlimmsten Fall kann dies eine Abwärtsspirale auslösen.

    Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras warnte in Athen vor den Forderungen der Opposition, die Rückzahlung der griechischen Schulden auf Eis zu legen. Derartige Vorhaben seien "gefährlich und lächerlich". Falls Athen dies tun würde, werde Griechenland "in den nächsten zehn Sekunden isoliert sein", sagte Stournaras dem griechischen Nachrichtensender "Vima FM". Alexis Tsipras, Vorsitzender des Bündnisses der radikalen Linken (Syriza), hatte zuvor erklärt, er werde, sobald er regiere, einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent fordern. Andernfalls werde Griechenland die Rückzahlung seiner Schulden auf Eis legen.

    Stournaras bezifferte den Fehlbetrag im derzeitigen griechischen Rettungsprogramm auf etwa 10,5 Milliarden Euro. "Uns fehlen 4,5 Milliarden Euro für 2014 und etwa 5,5 bis sechs Milliarden für 2015", sagte er im Radio. Neue Kürzungen von Gehältern oder Steuern schloss er aus./tt/DP/hbr

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unbewegt -- Dow Jones in der Gewinnzone -- Alibaba-Aktie bricht Rekorde bei Börsenstart - Schlusskurs über Erstnotiz -- SAP-Aktie am DAX-Ende -- Siemens, Solon, Daimler im Fokus

Euro in New York schwach. Siemens erhält Großauftrag. TUI halbiert Anleihevolumen. Renova beteiligt sich auch an Dresser-Rand. Android-Smartphones bekommen Verschlüsselung als Standard. Stühlerücken im Celesio-Vorstand. S&P: MaterialScience-Börsengang ohne Auswirkung auf Bayer-Rating. Apple startet Verkauf der neuen iPhones.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche US-Aktien könnten zum Jahresende hin steigen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

Die Fluglinien mit den zufriedensten Passagieren

mehr Top Rankings
Milliarden IPO: Kaufen Sie sich Alibaba-Aktien oder andere Produkte auf Alibaba?