19.07.2012 10:23
Bewerten
 (0)

ROUNDUP/ Gutachten: Dispozinsen bei Girokontos immer noch zu hoch

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Dispozinsen fürs Überziehen des Girokontos sind laut einer Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums oft immer noch zu hoch. Festzustellen sei, dass "die Erträge aus dem Dispokreditgeschäft die Kosten, die dem Kreditinstitut für dieses einzelne Produkt entstehen, deutlich übersteigen", heißt es in dem Gutachten, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Damit wurden Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag) bestätigt.

 

    Die Einnahmen würden von den Banken "zur Quersubventionierung anderer Leistungen oder zur Gewinnsteigerung verwendet", analysierten das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Finanzdienstleistungen. Verbraucherschützer kritisieren hohe Dispozinsen, obwohl Banken sich zu historisch günstigen Zinskonditionen Geld beschaffen können. Daher seien gesetzliche Obergrenzen nötig. Nach jüngsten Angaben der Stiftung Warentest werden derzeit im Schnitt zwischen zehn und elf Prozent Zinsen für das Überziehen des Girokontos berechnet.

 

    Aigner forderte die Finanzbranche zu fairen Konditionen auf. "Wollen die Banken den Kredit bei den Kunden nicht verspielen, müssen sie runter von überhöhten Dispozinsen." Sie verlangte volle Transparenz und umfassende Kundenbetreuung für mehr Wettbewerb, machte sich die Forderung nach staatlichen Obergrenzen aber nicht zu eigen. Das Gutachten weist hierbei auf die Gefahr hin, dass Anbieter Obergrenzen "zu ihren Gunsten ausschöpfen" könnten.

 

    Von der Möglichkeit des unkomplizierten Kleinkredits machen Bankkunden rege Gebrauch. Fast jeder vierte Verbraucher (24 Prozent) hat in diesem Jahr laut einer Umfrage Instituts Forsa schon sein Girokonto überzogen, wie das Ministerium mitteilte. Damit wurde ein Bericht des "Hamburger Abendblatts" (Donnerstag) bestätigt./sam/kr/DP/jsl

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX legt zu -- Dow stabil erwartet -- Apple soll bis zu 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen - Irland widerspricht -- VW-Chef: Lieferstreit hat Folgen -- Evonik im Fokus

So witzig nimmt Microsoft Apples MacBook Air aufs Korn. Wen nehmen aktivistische Investoren nach STADA ins Visier?. Wirecard-Aktie legt nach Analystenlob kräftig zu. Sprit-Skandal bei Mitsubishi weitet sich aus. Facebook will Nutzer Sicherheitscheck auslösen lassen.
Diese deutschen Krankenkassen sind beliebt
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Apples iPhone 7 steht vor der Tür. Kaufen Sie sich das neue Modell?