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09.02.2012 10:57

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STEIGENDE NACHFRAGE

HeidelbergCement verdient im Schlussquartal 2011 mehr

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Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat dank einer weiterhin guten Nachfrage in den Schwellenländern im Schlussquartal 2011 mehr verdient als ein Jahr zuvor.

Auch der milde Winter in Europa sowie eine Erholung in Nordamerika trugen zum Plus bei. Zudem profitierte HeidelbergCement von seinem Sparprogramm "FOX 2013". Allerdings nahmen die Heidelberger mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten deutlich weniger ein als noch im Vorjahreszeitraum. Mit seinen Zahlen übertraf die im DAX notierte Gesellschaft deutlich die Schätzungen der Analysten. Die Aktie legte im frühen Handel in einem freundlichen Umfeld um 0,20 Prozent zu.

 

    "Wir sind zufrieden, dass wir unser Ziel erreicht haben, Umsatz und operatives Ergebnis trotz des enormen Anstiegs der Energiekosten zu Beginn des Jahres zu steigern", sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele am Donnerstag laut Pressemitteilung. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) stieg nach vorläufigen Zahlen von Oktober bis Dezember um knapp sieben Prozent auf 639 Millionen Euro. Analysten waren im Schnitt von nur 564 Millionen Euro nach 598 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Der Absatz bei Zement stieg um 15 Prozent auf 22,4 Millionen Tonnen.

ZAHLEN ÜBER ERWARTUNGEN

   Händler sahen das Zahlenwerk "deutlich über den Erwartungen". Ein Börsianer warnte allerdings, dass der milde Winter in Europa im vierten Quartal zum Plus beigetragen habe und nun im ersten Quartal die Witterung wieder auf die Stimmung drücken könnte. Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow schrieb, die Zahlen im Schlussquartal seien stärker ausgefallen als erwartet und bestätigten seine positive Einschätzung der Aktien. Er rechnet damit, dass die Geschäfte in Nordamerika und den Schwellenländern die Gewinnentwicklung 2012 moderat und ab dem kommenden Jahr deutlich antreiben sollten.

ZUWÄCHSE IN ALLEN REGIONEN

   Zum Zuwachs beigetragen haben alle Regionen. In der Region Nord- und Westeuropa kletterte der Umsatz im vierten Quartal um knapp 17 Prozent. HeidelbergCement führte dies vor allem auf die hohe Baustoffnachfrage in Deutschland und Nordeuropa zurück. Der operative Gewinn ging hingegen dennoch um fast 19 Prozent zurück. Im Vorjahreszeitraum hatten die Heidelberger in Europa noch rund 140 Millionen Euro mit dem Verkauf von Emissionsrechten eingenommen, nun waren es nur noch knapp zehn Millionen Euro. Auch in Osteuropa führte der geringere Verkauf von CO2-Zertifikaten zu einem leichten Ergebnisrückgang, während die Erlöse kräftig stiegen.

  Knapp ein Fünftel mehr umsetzen konnte HeidelbergCement in Asien-Pazifik. Der operative Gewinn vor Abschreibungen wuchs um fast zehn Prozent. In Nordamerika setze sich die Erholung fort und der Umsatz kletterte vor allem dank der Nachfrage der Rohstoffindustrie in Westkanada und Texas um mehr als acht Prozent. Das EBITDA verdoppelte sich fast. HeidelbergCement hatte in der Region ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt.

HÖHERE EINSPARUNGEN

    Ende 2011 beschäftige der Baustoffkonzern noch 52.526 Mitarbeiter. Das waren rund 900 Beschäftige weniger als noch im Vorjahr. HeidelbergCement hatte im Zuge seines Sparkurses mehr als 1.200 Stellen in Nordamerika, Großbritannien und einigen osteuropäischen Ländern abgebaut. Im Gegenzug stockte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl in Wachstumsmärkte wie etwa Indien und Indonesien um rund 400 auf. Insgesamt sparte HeidelbergCement im abgelaufenen Jahr 384 Millionen Euro ein. Ursprünglich hatte das Unternehmen 200 Millionen Euro eingeplant.

   Im Gesamtjahr betrug der operative Gewinn vor Abschreibungen nach ersten Berechnungen rund 2,3 Milliarden Euro. Das war ein Plus von knapp vier Prozent zum Jahr 2010. Der Umsatz zog um knapp zehn Prozent auf 12,9 Milliarden Euro an, während der Absatz mit 87,8 Millionen Tonnen Zement um zwölf Prozent über dem Niveau des Vorjahres lag./mne/tw/wiz

HEIDELBERG (dpa-AFX)

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