29.03.2012 07:59
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ROUNDUP: Hochtief senkt wegen Tochter Leighton seine Gewinnprognose

    ESSEN (dpa-AFX) - Der Baukonzern Hochtief (HOCHTIEF) hat wegen der Probleme bei der australischen Tochter Leighton wie erwartet die Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Beim Überschuss rechnet das im MDAX (MDAX) notierte Unternehmen jetzt mit etwas weniger als 180 Millionen Euro. Bislang hatte Hochtief mit einem Wert knapp unterhalb des Rekordniveaus aus dem Jahr 2010 von 288 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn vor Steuern aus dem operativen Geschäft werde jetzt bei etwas unter 550 Millionen nach bislang etwas weniger als 757 Millionen Euro liegen, teilte Hochtief am Donnerstag in Essen mit. 2011 hatte das Unternehmen unter anderem wegen Abschreibungen bei Leighton rote Zahlen geschrieben.

 

    Das zum spanischen Baukonzern ACS gehörende deutsche Unternehmen begründete die gesenkte Prognose mit Problemen bei zwei Projekten der australischen Tochter Leighton. Diese musste wie zuletzt erwartet abermals die Gewinnerwartungen beim Straßenprojekt Airport Link in Brisbane und beim Victoria Desalination Plan zurecht stutzen. Beide Projekte sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nicht betroffen von den erneuten Schwierigkeiten Leightons sind die Hochtief-Prognosen für den Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz. Diese sollen sich weiterhin unterhalb des 2011er-Niveaus normalisieren.

 

LEIGHTON-AKTIE VERLIERT MEHR ALS SIEBEN PROZENT

 

    Die Prognosesenkung der beiden Unternehmen war erwartet worden, nachdem die Leighton-Aktie am Dienstag vom Handel ausgesetzt worden war. Der australische Baukonzern hatte vor zwei Tagen angekündigt, die eigenen Jahresziele zu überprüfen. Dabei kam heraus, dass Verzögerungen bei den beiden Projekten das Ergebnis vor Steuern mit 254 Millionen australischen Dollar (rund 198 Mio Euro) belasten werden. Leighton-Chef Hamish Tyrwhitt verwies auf das schlechte Wetter in Brisbane und zum Teil hausgemachte eigene operative Probleme bei beiden Projekten.

 

    Aus diesem Grund rechnen die Australier jetzt im Jahr 2012 nur noch mit einem Gewinn vor Sonderposten von 400 bis 450 Millionen australischen Dollar - das sind 200 Millionen Dollar weniger als bislang angenommen. Tyrwitt betonte, dass die Gesellschaft kein frisches Kapital braucht. Die Leighton-Aktie verlor am Donnerstag nach der zweitägigen Handelsunterbrechung etwas mehr als sieben Prozent an Wert. Die Aktie der deutschen Mutter war bereits in den vergangenen beiden Tagen um rund acht Prozent gefallen.

 

ACS-MANAGER ZIEHT IN HOCHTIEF-VORSTAND EIN

 

    Zugleich scheint die spanische Hochief-Mutter das deutsche Unternehmen operativ enger an sich zu binden. Hochtief hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass zehn Monate nach der umstrittenen Übernahme in den Hochtief-Vorstand ein Manager des spanischen Baukonzerns einzieht. Marcelino Fernández Verdes soll ab Mitte April das Amerika-Geschäft des Essener Konzerns übernehmen und seinen bisherigen Posten bei ACS aufgeben. Hochtief-Vorstandschef Frank Stieler bleibe weiterhin für die Bereiche Europa und Asia-Pacific mit der australischen Tochter Leighton zuständig,

 

    ACS hatte Hochtief im vergangenen Sommer nach einer mit harten Bandagen geführten Abwehrschlacht übernommen. Bislang hatten die Spanier allerdings noch wenig Freude an der deutschen Tochter. 2011 war der Essener Konzern mit einem Verlust von 160 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutscht. Erstmals in der jüngeren Firmengeschichte soll die Dividende für die Hochtief-Aktionäre gestrichen werden. Gleichzeitig brach der Nettogewinn bei ACS im vergangenen Jahr um 26,7 Prozent auf 962 Millionen Euro ein./zb/stk

 

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