28.01.2013 20:06
Bewerten
(0)

ROUNDUP: IWF kritisiert Ungarns Wirtschaftspolitik - Zu viele Eingriffe

    BUDAPEST (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) übt Kritik an der Wirtschaftspolitik der ungarischen Regierung. Die Aussichten auf ein Überwinden der gegenwärtigen Rezession seien gering, heißt es im Bericht einer IWF-Delegation, der am Montag in Budapest veröffentlicht wurde. Die Verschuldung könne mit der gegenwärtigen Wirtschafts- und Steuerpolitik nicht nachhaltig gesenkt werden. Dies wäre allerdings die Voraussetzung dafür, dass das Land aus dem Defizitverfahren der EU entlassen wird.

 

    "Zunehmende staatliche Eingriffe in die Volkswirtschaft sowie häufige und unberechenbare Änderungen der Steuerpolitik (...) haben die Aktivitäten des Privatsektors beeinträchtigt", heißt es in dem IWF-Bericht. Die Delegation hatte zwei Wochen lange die Lage in Ungarn untersucht. Kreditverhandlungen mit der ungarischen Regierung führte sie keine.

 

    Die internationale Finanzorganisation beanstandet vor allem, dass die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban Großunternehmen und Banken mit Sondersteuern belastet, um der Bevölkerung keine Sparmaßnahmen aufbürden zu müssen. Zwar konnte auf diese Weise die Staatsverschuldung beträchtlich gesenkt werden. Doch eine weitere Reduzierung ihres gegenwärtigen Umfangs von 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sei auf der Grundlage dieser Politik nicht möglich, hält der Bericht fest.

 

    Auch werde sich die Neuverschuldung in den kommenden drei Jahren nicht auf unter 3 Prozent des BIP drücken lassen. Das Wachstumspotenzial der ungarischen Volkswirtschaft liege derzeit bei null und werde auch mittelfristig Werte von 1 bis 1,5 Prozent nicht übersteigen.

 

    Dies steht im Gegensatz zu den Prognosen der Budapester Regierung, die in den Jahren bis 2015 von Neuverschuldungsraten unter 3 Prozent sprechen. Die Zahlen dürften bei dem an diesem Mittwoch anstehenden Besuch Orbans in Brüssel eine wichtige Rolle spielen. In seinem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso will Orban erreichen, dass sein Land aus dem seit 2004 laufenden Defizitverfahren entlassen wird.

 

    Voraussetzung dafür ist, dass Ungarn die Maastricht-Kriterien erfüllt und die jährliche Neuverschuldung in nachhaltiger Weise auf unter 3 Prozent des BIP drückt. Die Entlassung aus dem Defizitverfahren brennt Orban gewissermaßen unter den Fingern. Sie würde weniger Kontrolle durch die EU-Organe bedeuten und ihm im Wahlkampf 2014 freiere Hand dabei lassen, Wahlgeschenke zu verteilen./gm/DP/he

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leicht im Minus -- US-Börsen schließen höher -- Aixtron verkauft Anlagengeschäft für Speicherchips -- Aixtron, VW, Ford im Fokus

Air Berlin streicht Verbindungen. IWF optimistisch bezüglich Griechenland-Lösung. OPEC verlängert Förderbremse. Ex-Volkswagen-Manager bleibt weiter in US-Haft. Sparkurs beim Autobauer Ford. Starker Jahresauftakt der Dax-Konzerne. Diverse Börsen in Europa geschlossen.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Amazon.com Inc.906866
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
Infineon AG623100
EVOTEC AG566480