DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Rund fünf Jahre nach der Übernahme durch Finanzinvestoren strebt die Immobiliengesellschaft LEG an die Börse. Der Schritt sei noch im ersten Halbjahr 2013 geplant, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die
LEG zählt nach eigenen Angaben mit rund 91 000 Wohneinheiten zu den größten Wohnimmobiliengesellschaften in Deutschland. Es werde eine Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse angestrebt
Die LEG war im Jahr 2008 gegen den Widerstand von Mieterorganisationen und Gewerkschaften vom Land NRW privatisiert und zum Preis von 3,4 Milliarden Euro von den Investoren Whitehall und Perry Capital gekauft worden.
Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen vor allem wegen der Kosten im Zusammenhang mit dem Konzernumbau unterm Strich einen Fehlbetrag von 15,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch das Jahr 2012 werde weiterhin von Sondereffekten geprägt sein, hatte das Unternehmen bei der Bilanzvorlage im September in Düsseldorf angekündigt.
Goldman Sachs und die Deutsche Bank begleiten den Börsengang als führende Koordinatoren. Zudem engagiert seien Berenberg, Commerzbank, Erste Bank und Kempen. Am Aktienmarkt sorgte der angekündigte Börsengang für Verluste bei den bereits notierten Immobilienunternehmen.
So büßten die im MDAX (MDAX) notierten Deutsche-Wohnen- , GSW- und TAG-Aktien (TAG Immobilien)am Nachmittag zwischen drei und vier Prozent ein./uta/DP/zb