. Ohne diesen Effekt hätte der Gewinn leicht zugelegt. Die Erwartungen der Analysten konnte der Konzern übertreffen.
Der Umsatz stieg im Quartal um knapp 7 Prozent auf 16 Milliarden Dollar. Treibende Kraft war dabei das Auslandsgeschäft, das um gut 16 Prozent zulegen konnte. Auch der schwächere Dollar wirkte sich günstig aus.
In den USA musste Johnson & Johnson hingegen Federn lassen, was der Konzern unter anderem mit dem schwachen Abschneiden seiner Pharmasparte erklärte. Diese leidet unter der Konkurrenz billigerer Nachahmermedikamente, insbesondere beim Antibiotikum Levaquin. Das Mittel hatte im vergangenen Jahr fast 5 Prozent zum Umsatz beigetragen. Der Konzern investiert deshalb kräftig in die Entwicklung neuer Medikamente, um die Lücke zu füllen.
Darüber hinaus spürt das Unternehmen noch immer die Nachwehen aus einer ganzen Reihe von Rückrufen. Johnson & Johnson hatte im vergangenen Jahr zig fehlerhafte Produkte zurück ordern müssen. Die Bandbreite reichte dabei von Prothesen bis zu Grippemitteln. Insgesamt ging der Umsatz in den USA im dritten Quartal um knapp vier Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar zurück.
Der Konzern aus New Jersey ist für seine Körperpflegeprodukte (Penaten, bebe), Hygieneartikel (o.b.) und Arzneimittel (Dolormin, Imodium) bekannt. Den meisten Umsatz macht Johnson & Johnson aber inzwischen mit Medizintechnik, die durch die geplante Synthes-Übernahme noch gestärkt werden soll. Klappt der Zukauf, wäre er mit geschätzten 20 Milliarden Dollar der größte in der Unternehmensgeschichte.
Für das Gesamtjahr hob Johnson & Johnson das untere Ende seiner Prognosespanne leicht an. 2011 soll der bereinigte Gewinn je Aktie nun zwischen 4,95 und 5 Dollar ausfallen. Zuvor hatte der Konzern 4,90 Dollar als Untergrenze gesetzt. Die Analysten erwarten im Schnitt 4,96 Dollar. Die Aktie reagierte kaum auf die Zahlen: Sie sank im moderat schwächeren Dow Jones Industrial (Dow Jones) um 0,50 Prozent auf 63,47 Dollar. /she/ck