24.06.2009 21:36
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ROUNDUP: KUKA bekommt Geld von Chrysler - Mittelfristig Stellenabbau


    AUGSBURG (dpa-AFX) - Der unter Gläubigerschutz stehende Autobauer Chrysler wird seine Schulden gegenüber dem Augsburger Roboter- und Anlagenbauer KUKA <KU2.ETR> begleichen. Gleichzeitig will der Konzern sein Sparprogramm verschärfen und mittelfristig Stellen in der Stammbelegschaft abbauen, wie KUKA-Chef Horst Kayser der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) ankündigte.

    Mit Chrysler wurde vereinbart, dass der Autobauer die vor Beantragung des Insolvenzverfahrens am 30. April 2009 noch ausstehenden Verbindlichkeiten bezahlt, wie KUKA am Mittwoch mitteilte. Laut dem letzten Quartalsbericht beliefen diese sich auf rund 20 Millionen Euro. Die übrigen Forderungen bestehen laut KUKA gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften von Chrysler, die keinen Insolvenzantrag nach Chapter 11 gestellt haben, oder sind laufende Forderungen, die fristgemäß beglichen werden sollen.

JEEP-WRANGLER

    Ferner sollen die Produktion des Jeep Wrangler Ende des Monats wieder anlaufen. Die  Karosserie des Jeeps fertigt KUKA im US-Werk in Toledo für Chrysler. In den ersten fünf Monaten legte der Absatz des Geländewagens um elf Prozent zu.

AUFTRAGSLAGE

    Die Absatzkrise der Auto-Konzerne hatte den Roboter-Hersteller schwer erwischt und die Bestellungen einbrechen lassen. KUKA schrieb rote Zahlen im ersten Quartal und hatte sich ein Sparprogramm verordnet. Eine Besserung der Auftragslage ist derzeit nicht in Sicht. Der "FTD" sagte KUKA-Chef Kayser: "Aus Gesprächen mit unseren Kunden verdichten sich die Anzeichen, dass sich das stark erniedrigte Marktnachfrageniveau bis weit ins Jahr 2010 hinein ziehen wird. Eine wirkliche Belebung werden wir nicht vor dem zweiten Halbjahr 2010 sehen."

    Entgegen bisheriger Aussagen plant der Konzern deshalb Einschnitte in der Stammbelegschaft. "Wir müssen dringend Hausaufgaben in Bezug auf unsere Wettbewerbsfähigkeit machen. Dabei kommen wir mittelfristig um eine Anpassung der Personalzahlen nicht herum", so Kayser. Ein Vergleich der eigenen Kostenposition mit Konkurrenten habe für KUKA Kostennachteile in zweistelligen Prozentsätzen ergeben.

    Zum Umfang der neuen Kürzungen wollte sich der Vortstandschef nicht äußern. Dies will die MDAX-Firma laut dem Zeitungsbericht am 4. August mit den Zahlen für das zweite Quartal bekanntgeben. An die Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern, 2009 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen, wolle sich KUKA aber halten, sagte Kayser. KUKA hat rund 6.100 feste Mitarbeiter, mehr als die Hälfte davon in Deutschland./she



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