01.12.2012 16:43
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ROUNDUP: Konzern-Chef Haub: Fabrikbrände haben Kik-Image geschadet

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Einzelhandels-Milliardär Karl-Erivan Haub sieht den Ruf seines Textildiscounters Kik durch die Brände in asiatischen Bekleidungsfabriken immens beschädigt. "Wenn es um die Eröffnung neuer Läden geht, schauen viele Politiker skeptisch auf Kik", sagte Haub, Inhaber der Tengelmann-Gruppe, im Interview mit der "Wirtschaftswoche". Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Feuer in der Fabrik eines ehemaligen Kik-Zulieferers in Bangladesch 112 Menschen ums Leben gekommen. Zuvor gab es bei einem Feuer in einer Fabrik eines Kik-Lieferanten in Pakistan 259 Todesopfer.

 

    "Es gab einzelne Kunden, die nachgefragt haben, aber eine breite Kritikwelle hat uns nicht erreicht. Auch das Einkaufsverhalten hat sich nicht verändert", sagte Haub dem Wirtschaftsmagazin.

 

    Haub gab an, sein Unternehmen bemühe sich um mehr Sicherheit für die Arbeitnehmer in Billiglohnländern und überprüfe die Fabriken. Letztlich sei es aber an den Behörden in den betroffenen Ländern, für die Einhaltung vernünftiger Standards zu sorgen. "Als einzelner Abnehmer können wir da nur relativ wenig Einfluss nehmen", so Haub.

 

    Während der Konzern-Inhaber für den deutschen Einzelhandel noch ein "ordentliches Weihnachtsgeschäft" erwartet, rechnet er längerfristig mit Pleiten: "Es gibt zu viele Baumärkte und Textilhändler in Deutschland. Über kurz oder lang wird sich da etwas tun." Das gelte auch für viele Online-Anbieter.

 

    Zu Haubs Unternehmensgruppe gehören neben Kik die Obi-Baumärkte sowie die Supermarktketten Kaiser's und Tengelmann. Außerdem hat der Konzern Beteiligungen an Internet-Versandportalen, etwa dem Mode-Onlinehändler Zalando./fld/DP/zb

 

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