06.12.2012 15:27
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Kreditversicherer müssen für Großpleiten zahlen

    KÖLN (dpa-AFX) - Die Kreditversicherer in Deutschland müssen für zahlreiche Insolvenzen 2012 tief in die Tasche greifen: Große Unternehmenszusammenbrüche wie die der Drogeriekette Schlecker und des Versandhauses Neckermann treiben nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Auszahlungen für die Schadensfälle auf Rekordhöhe. Die Ausgaben werden voraussichtlich um 80 Prozent auf den Spitzenwert von 1,3 Milliarden Euro ansteigen, teilte der Verband am Donnerstag in Köln mit.

 

    Trotz der Schadenssituation sei es den Unternehmen aber gelungen, das Deckungsvolumen zu erhöhen, erklärte der Vorsitzende der Sparte Kreditversicherung bei GDV, Ralf Meurer. Dies sei ein Indiz für die Zuverlässigkeit der Versicherer.

 

    Bei den Bruttobeiträgen verzeichne die Branche ein Plus von zwei Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Heute nehme der Markt deutlich mehr Kreditversicherungsschutz in Anspruch als zu Beginn der Euro- und Staats-Schuldenkrise. Bei den Insolvenzen erwarten die Kreditversicherer im kommenden Jahr einen leichten Anstieg der Pleiten auf über 30 000. Dabei bestehe auch die Gefahr für erneute Großpleiten, hieß es weiter.

 

    Mit einer Kreditversicherung schützen sich Kaufleute unter anderem vor den finanziellen Folgen von nicht erfolgten Warenlieferungen (Delkredereversicherung). Der Name steht dabei als Oberbegriff für verschiedene Versicherungsarten./ls/DP/jha

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX erholt sich -- Dow im Plus erwartet -- Soros wettet gegen Deutsche Bank -- Abgasaffäre in USA soll VW über 14,7 Milliarden Dollar kosten -- Großbritannien-Rating gesenkt -- K+S, RWE im Fokus

US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 1,1 Prozent. Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro. Was Elon Musk mit der SolarCity-Übernahme wirklich vorhat. Farage fordert Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und EU. Microsoft zahlt 10.000 Dollar für "Zwangsupdate" auf Windows 10. Line setzt Preisspanne für Aktien fest.
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?