31.01.2013 16:54
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Kreditwirtschaft macht Front gegen Trennbanken-Pläne

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Kreditwirtschaft läuft weiter Sturm gegen Pläne der Bundesregierung für ein Trennbankensystem. Die Abspaltung riskanter Geschäfte von Kundeneinlagen in eigene Handelsgesellschaften sei mit sehr hohem Aufwand und immensen Kosten verbunden, kritisierten die Verbände der Privat-, Landes- sowie Genossenschaftsbanken am Donnerstag in Berlin. Schon deshalb sollten die Ergebnisse der Analysen auf EU-Ebene zu den Auswirkungen eines Trennbankensystems abgewartet werden. Es bestehe keinerlei Grund für einen nationalen Alleingang.

 

    Die Kreditwirtschaft teile das Ziel der Bundesregierung, die Stabilität der Finanzmärkte zu erhöhen. Durch den vorgelegten Gesetzentwurf könne aber die Gefahr entstehen, dass durch eine Überregulierung und Zerteilung von Banken die Leistungsfähigkeit der Kreditwirtschaft beeinträchtigt werde.

 

    Von den Plänen betroffen sein dürfte vor allem die Deutsche Bank. Der Co-Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Geldhauses, Anshu Jain, betonte in Frankfurt: "Wir sind weiterhin überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft bei einer deutschen Bank mit einem wirklich integrierten und globalen Service bestens aufgehoben ist." Regulierungsvorschriften, die europäische Banken behindern, verschafften führenden Wettbewerbern in Nordamerika einen entscheidenden Vorteil.

 

    SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nannte den Gesetzentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) unzureichend. Die Finanzierung des Eigenhandels mit Einlagen werde nicht verhindert, sondern nur erschwert. Der Schwellenwert für eine obligatorische Trennung sei viel zu hoch. In Deutschland würden damit - wenn überhaupt - nur zwei oder drei Banken erfasst. Zudem fehlten klare Vorgaben zur Abschirmung des Einlagengeschäfts von Handelsgeschäften mit Kundenbezug. Spielräume für spekulative Geschäfte seien zu groß./sl/ben/zb/DP/jha

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht über 11.200 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen in Rekordlaune -- Coca-Cola kündigt Chefwechsel an -- Chinesische Investoren beenden Verhandlungen um Siltronic -- VW, AIXTRON, Zynga im Fokus

Volkswagen hat Beweismittel vernichtet. Atomkonzerne ziehen Teil ihrer Klagen zurück. Orange spricht offenbar mit Vivendi über Kauf von Canal Plus. Coeure: EZB-Beschlüsse enthalten eine Warnung. Evonik kauft Kieselsäure-Geschäft von JM Huber. Steuern: Was sich 2017 alles ändert. Carl Zeiss Meditec legt zu.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Aktien besitzt Warren Buffett in seinem Portfolio?
Jetzt durchklicken
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
Jetzt durchklicken
In diesen Städten möchten die Deutschen leben
Jetzt durchklicken
Welche Ideen hält Google für die Zukunft bereit?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern wird der American Dream gelebt
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?