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23.01.2012 12:23

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ROUNDUP: Kreuzfahrtunglück kommt Hannover Rück teuer zu stehen

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    HANNOVER (dpa-AFX) - Der Untergang des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia trifft den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) voraussichtlich ähnlich stark wie Marktführer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Einschließlich der Haftpflichtansprüche könnte die Belastung einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen, teilte die Hannover Rück am Montag in Hannover mit. Alleine die Belastung aus der Schiffskasko-Versicherung dürfte sich bei den Niedersachsen auf 30 Millionen Euro belaufen.

 

    Die Hannover-Rück-Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Am Mittag legte das Papier um 2,33 Prozent auf 40,35 Euro zu und war damit zweitstärkster Wert im MDAX (MDAX). Das Unternehmen hatte bereits eine Belastung in zumindest zweistelliger Millionenhöhe angekündigt. Manch einer habe mit offenbar einer höheren Belastung gerechnet, hieß es am Markt.

 

HAFTPFLICHTANSPRÜCHE SCHWER ZU SCHÄTZEN

 

    Auch der weltgrößte Rückversicherer Munich Re schätzt seine Belastung auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Insgesamt muss die Versicherungsbranche nach Einschätzung der Hannover Rück infolge des Unglücks voraussichtlich für Schäden in dreistelliger Millionenhöhe geradestehen.

 

    Schwer einzuschätzen bleiben dabei die Ansprüche aus der Haftpflichtversicherung, etwa von Passagieren, Hinterbliebenen der Opfer und infolge der befürchteten Umweltverschmutzung. Dazu zählt auch eine mögliche Ölpest, falls beim Abpumpen der noch gut gefüllten Treibstofftanks etwas schief gehen sollte. Zudem ist noch offen, wie viele Menschen bei dem Unglück umgekommen sind. 13 Leichen wurden bisher geborgen, doch gibt es noch zahlreiche Vermisste.

 

TEURER KREUZFAHRTRIESE

 

    Europas größter Versicherer Allianz muss als Mitglied eines Versicherungskonsortiums nach eigenen Angaben lediglich für einen kleinen Teil des Schadens am Schiff mit geradestehen.

 

    Die "Costa Concordia" hatte bei ihrer Anschaffung vor sechs Jahren 450 Millionen Euro gekostet. Wie hoch der Schaden für die Versicherer ausfällt, hängt laut Experten auch davon ab, ob das Schiff repariert werden kann oder ob es vor der Küste in seine Einzelteile zerlegt werden muss./stw/mne/tw

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