06.02.2013 11:11
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Künast fordert Abwarten bei Flughafenausbau

    SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - In der Diskussion um einen baldigen Ausbau des neuen Hauptstadtflughafens treten die Grünen auf die Bremse. Die Chefin der Bundestagsfraktion, Renate Künast, sagte, erst müsse ein Gesamtkonzept für den Verkehr her. "Dann sehen wir, ob der Flughafen Schönefeld noch größer werden muss", sagte Künast der "Berliner Zeitung" (Mittwoch). Sie forderte, steuerliche Vorteile des Fliegens gegenüber der Bahn zu beseitigen. "Die Bahn ist das ökologischste Verkehrsmittel."

 

    Auf der Flughafenbaustelle überprüfen die Verantwortlichen, wo sie schon vor der Eröffnung ausbauen sollten. So sollte aus Sicht des Technikchefs Horst Amann noch vor dem Start des Airports die Gepäckausgabe erweitert werden.

 

    Nach einem Bericht der RBB-"Abendschau" (Dienstag) geht es dabei um vier Ausgabebänder zusätzlich zu den bestehenden acht Bändern. Würden sie nach der Eröffnung nachgerüstet, müssten die Passagiere ihr Gepäck auf einer Baustelle entgegennehmen, sagte Amann. "Deshalb scheint mein Petitum so zu sein - nach der Prüfung der Planung -, dass wir es jetzt gleich machen."

 

    Überlegt wird im Unternehmen auch, wo zusätzliche Abfertigungsschalter aufgestellt werden könnten. So soll die Startkapazität von 27 Millionen Passagieren im Jahr auf 30 Millionen steigen. Im vergangenen Jahr waren von den alten Flughäfen Tegel und Schönefeld gut 25 Millionen Menschen geflogen.

 

    Der neue Hauptstadtflughafen kann wegen Baumängeln, Planungsfehlern und Technikproblemen nicht öffnen. Ein neuer Starttermin soll frühestens im August genannt werden.

 

    Amann sagte am Dienstag, es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die Brandschutzanlage funktioniere. Kein Problem ergebe sich dadurch, dass Kühlleitungen ohne Isolierung in den Wänden verlegt worden seien. Die Überprüfung habe ergeben, dass hier nicht nachgearbeitet werden müsse. "Wir reißen nichts ab", sagte Amann. "Keine neue Katastrophe."/bf/DP/kja

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street geschlossen -- Deutsche Bank dampft Handel mit Gold und Silber ein -- Aufspaltungsforderung - Was Europa von Google will -- Infineon, BASF, Amazon, Google im Fokus

Juncker will keine Strafen für EU-Haushaltssünder. Berlin und Paris für stärkere Regulierung von Internetfirmen. Bundesregierung schließt Anti-Spionage-Vertrag mit Blackberry. Opec befeuert Ölpreisverfall. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Infineon leidet unter herausforderndem Marktumfeld. E.ON verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro. Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt. Draghi: EZB zu weiteren Maßnahmen bereit.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?