06.12.2012 15:47
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Lufthansa versucht bei Germanwings Spagat zwischen Billig und Luxus

    KÖLN (dpa-AFX) - Die Lufthansa (Deutsche Lufthansa) versucht bei ihrer Tochter Germanwings den Spagat zwischen Billigflug und einem Hauch von Luxus. Mit einem neuen Logo, neuen Tarifen und ein bisschen mehr Komfort soll der konzerneigene Billigflieger das Europa-Geschäft von Europas größter Fluggesellschaft gegen Konkurrenten wie Ryanair und Easyjet   (easyJet) verteidigen - ohne die Geschäftskunden der Lufthansa zu verprellen. "Damit wird es uns gelingen, abseits unserer großen Drehkreuze wieder profitabel zu fliegen", sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz am Donnerstag in Köln.

 

    Bereits von Januar an übernimmt Germanwings mit rund 90 Maschinen die gesamten Lufthansa-Direktverbindungen innerhalb Europas, die nicht über die Drehkreuze Frankfurt und München führen. Ab Juli sollen die Kunden schließlich aus drei neuen Tarifen wählen können: Diese reichen vom reinem Flug bis zum Komplettpaket inklusive Lounge-Besuch, Extra-Gepäck und À-la-carte-Menü. Im Zuge der Umstrukturierung bekommt die Gesellschaft auch ein neues Logo. Die Maschinen sollen bis 2014 nach und nach umlackiert werden.

 

    Mit der Übertragung des Europageschäfts auf Germanwings reagiert die Lufthansa auf rote Zahlen auf den Europastrecken. Dort verlor die Gesellschaft bisher jedes Jahr einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Germanwings soll mit niedrigeren Personalkosten und einer einheitlichen Flotte dafür sorgen, dass die Verluste spätestens 2015 Geschichte sind. Von dem Sanierungsprogramm, das den operativen Gewinn des Konzerns bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro steigern soll, hat die neue Germanwings 200 Millionen Euro zu schultern.

 

    Von der Umstrukturierung sind rund 1.000 Mitarbeiter betroffen, davon mehr als 800 Flugbegleiter und Piloten. Wer nicht zur Kölner Germanwings wechseln will, kann an den Lufthansa-Drehkreuzen weiterbeschäftigt werden oder den Konzern gegen Abfindung verlassen. Für eine Entscheidung haben die Mitarbeiter bis Mitte 2013 Zeit.

 

    Laut Konzernchef Franz sind die Kosten bei Germanwings auf einer vergleichbaren Strecke rund 20 Prozent niedriger als bei der Hauptmarke Lufthansa. Dies liegt an niedrigeren Gehältern, aber auch an der einheitlichen Flotte aus Jets der Airbus-A320-Familie und einfacheren Betriebsabläufen.

 

    Vor allem Geschäftskunden der Lufthansa müssen sich künftig umstellen. Bei Germanwings gibt es keine Business Class. Die ersten zehn Reihen, die die Billigtochter künftig in den gehobenen Tarifen vermarktet, bieten allerdings eine erhöhte Beinfreiheit. Außerdem bleibt bei Best-Tarif-Kunden der Nebensitz frei. Besonders Geschäftsreisende legten darauf Wert, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann.

 

    Auf der Langstrecke verfolgt die Lufthansa eine andere Strategie und führt eine eine vierte Flugzeugklasse ein. Die sogenannte Premium Economy soll mit mehr Platz und besseren Sitzen die Lücke zwischen der herkömmlichen Touristenklasse und der teuren Business Class füllen. Zusätzlich hält die Lufthansa auf vielen Strecken an der luxuriösen First Class fest.

 

    Die Einführung der Premium Economy soll allerdings nicht vor Ende 2014 erfolgen, wie Lufthansa-Manager Spohr sagte. Erst dann seien alle Langstreckenjets in der Business Class mit Sitzen ausgestattet, die sich in ein waagerechtes Bett verwandeln lassen. Damit werde der Vorsprung der Business Class so groß, dass sich die Einführung einer neuen Klasse lohne, sagte Spohr./stw/ceb/DP/she/fbr

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Schwache Ölpreise helfen
Die weiterhin niedrigen Ölpreise kommen den Fluggesellschaften und ihren Anlegern zugute. Am Montag profitiert vor allem die Lufthansa-Aktie.
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
26.01.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
26.01.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
26.01.2015Deutsche Lufthansa NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.01.2015Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
20.01.2015Deutsche Lufthansa overweightBarclays Capital
26.01.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
20.01.2015Deutsche Lufthansa overweightBarclays Capital
13.01.2015Deutsche Lufthansa buyUBS AG
12.01.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
12.01.2015Deutsche Lufthansa buyequinet AG
26.01.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
26.01.2015Deutsche Lufthansa NeutralGoldman Sachs Group Inc.
15.01.2015Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
14.01.2015Deutsche Lufthansa NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.01.2015Deutsche Lufthansa HoldJefferies & Company Inc.
23.01.2015Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
16.01.2015Deutsche Lufthansa UnderperformCredit Suisse Group
05.01.2015Deutsche Lufthansa UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
11.12.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Deutsche Lufthansa AG Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigem Verlust -- Dow im Minus -- Siemens-Überschuss sackt ab -- Deutsche Bank- & Commerzbank-Aktie leiden unter Rechtsproblemen und Griechenland -- SMA Solar, Microsoft im Fokus

Apple steigert Umsatz und Gewinn. Yahoo verdient deutlich weniger. Sixt mit humoriger Anzeige: Draghi wird zur Werbefigur. Tsipras ernennt neues griechisches Kabinett. Caterpillar-Aktie belastet von trüben Aussichten. Pfizer leidet unter Nachahmer-Medikamenten - Keine Besserung in Sicht.

Themen in diesem Artikel

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?