16.03.2013 09:25
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Metall-Arbeitgeber wollen lange Laufzeiten - fast zwei Jahre

    STUTTGART (dpa-AFX) - Die Metall-Arbeitgeber wollen in der anlaufenden Tarifrunde eine möglichst lange Laufzeit für den Tarifvertrag durchsetzen. Vorstellbar seien 22 Monate, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. "Wir bevorzugen einen langen Abschluss, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben." Dagegen strebt die IG Metall eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate an. Allerdings hatte sich IG-Metall-Bundeschef Berthold Huber unter Umständen offen für 18 Monate Laufzeit gezeigt. Das sei zumindest ein "positives Signal", meinte Wolf. Zudem dringt er darauf, dass im Tarifvertrag Flexibilisierungsmöglichkeiten geregelt werden.

    Die Verhandlungen für die insgesamt 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie beginnen am 19. März in den Tarifbezirken Mitte und Bayern. Am 21. März laufen die Gespräche für die 740 00 Beschäftigten im traditionellen Pilottarifbezirk Baden-Württemberg in Esslingen an.

    Die Lohnforderung der Metaller ist aus Sicht von Wolf völlig unangemessen und verkennt die wirtschaftliche Lage der Schlüsselbranche. "Viele Unternehmen sind bei Umsatz, Auftragseingang und -bestand noch nicht auf dem Level von 2007. Insbesondere die in den europäischen Märkten tätigen Firmen leiden unter der Eurokrise." Die Produktion der Branche sei im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent geschrumpft.

    Insbesondere das letzte Quartal 2012 sei vielerorts schlecht gelaufen, sodass Firmen ihre Investitionsentscheidungen für 2013 auf den Prüfstand stellten. Die Unternehmen seien zudem noch mit 1,3 Prozent Gehaltserhöhung aus dem vorigen Tarifabschluss vorbelastet, sagte der Vorstandschef des Autozulieferers ElringKlinger aus Dettingen/Erms (Kreis Reutlingen).

    Der Fokus der IG Metall sei falsch. "Unser Bezugspunkt für die Tarifrunde muss sein, wie die Geschäfte in Deutschland laufen und nicht wie die Unternehmen in Asien und USA abschneiden." Denn nicht alle Mitgliedsfirmen seien Global Player. Die Gewerkschaft müsse die sehr unterschiedliche wirtschaftliche Lage der Unternehmen berücksichtigen und entsprechenden Regelungen im Tarifabschluss zustimmen. "Wir können uns moderate Einmalzahlungen für ein paar Monate und eine Verschiebemöglichkeit der Tabellenerhöhung vorstellen", erläuterte Wolf. Der Chef der IG Metall im Südwesten, Jörg Hofmann, hatte kürzlich jedoch betont, der Instrumentenkasten für Flexibilisierung sei ausreichend gefüllt.

    Der Argumentation der IG Metall, die Binnennachfrage in Deutschland müsse durch den Metall-Abschluss weiter angekurbelt werden, lehnt Wolf ab. "Den Konsumzuschlag, die frühere Umverteilungskomponente, halte ich für einen falschen, willkürlich gegriffenen Ansatz." Eine überhöhte Lohnzahl bedrohe Stammarbeitsplätze; denn Spielräume durch den Abbau von Arbeitszeitguthaben und Einschränkungen bei Zeitarbeit und befristeten Verträgen seien häufig bereits ausgereizt. "Wenn die Lohnkosten zu hoch werden, insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen, dann werden Arbeitsplätze ins Ausland abwandern. Die Betroffenen in Deutschland haben dann von der Konsumkomponente gar nichts mehr." Schon jetzt laufe doch die Nachfrage in Deutschland gar nicht schlecht.

    Zur Frage eines möglichen Pilotabschlusses in Baden-Württemberg sagte Wolf: "Das kommt immer darauf an, wie sich der Verhandlungspartner dazu stellt. Ich bin da total leidenschaftslos." Wichtig sei ihm, dass - wo auch immer - ein vernünftige Lösung gefunden werde, die den Firmen helfe die konjunkturelle Delle 2013 zu meistern. IG Metall und Südwestmetall hatten sich 2012 in Baden-Württemberg auf eine dann bundesweit übernommene Lohnerhöhung von 4,3 Prozent auf 13 Monate verständigt./jug/DP/zb

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant3
  • Alle6
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.09.2016Daimler buyUBS AG
15.09.2016Daimler Equal weightBarclays Capital
08.09.2016Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
07.09.2016Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
07.09.2016Daimler buyCommerzbank AG
22.09.2016Daimler buyUBS AG
08.09.2016Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
07.09.2016Daimler buyCommerzbank AG
06.09.2016Daimler kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.08.2016Daimler buyCommerzbank AG
15.09.2016Daimler Equal weightBarclays Capital
07.09.2016Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
09.08.2016Daimler HoldJefferies & Company Inc.
08.08.2016Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
28.07.2016Daimler HoldHSBC
29.07.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
22.07.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
20.07.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
11.07.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
12.06.2015Daimler SellUBS AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX tief im Minus -- ifo-Geschäftsklima hellt sich auf -- Deckte Winterkorn Manipulationen? -- LANXESS will Chemtura übernehmen -- Deutsche Bank-Aktie auf Rekordtief: Merkel will nicht helfen

K+S-Aktie verliert - Deutsche Bank stuft K+S auf "Sell" ab. Oculus-Gründer bedauert Folgen der Unterstützung für Trump. Aareal Bank zu weiteren Übernahmen bereit. NRW-Finanzbehörden nehmen internationale Banken ins Visier. Feuer auf Öltanker vor Mexikos Küste.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?