DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neuAusblickIR-DatenAnleihen
handeln

02.02.2012 12:02

Senden

ROUNDUP: Munich Re will 2012 auf altes Gewinnniveau zurück - Stabile Dividende

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft zu myNews hinzufügen Was ist das?


    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) will seine Aktionäre nach dem Katastrophenjahr 2011 bei Laune halten. Die Dividende wird trotz eines Gewinneinbruchs nicht gekürzt, und schon bald sollen unter dem Strich wieder Milliarden stehen. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn wegen der Erdbeben in Japan und Neuseeland, der Tornadoserie in den USA, der Überschwemmungen in Australien und Thailand nach vorläufigen Zahlen um mehr als zwei Drittel auf 710 Millionen Euro ein, wie der Dax-Konzern (DAX) am Donnerstag in München mitteilte.

 

    Für die geplante Dividende von 6,25 Euro je Aktie geht die Munich Re an die Reserven: Insgesamt will sie mit 1,1 Milliarden Euro mehr ausschütten, als sie im Katastrophenjahr verdient hat. Dennoch sieht sich der Konzern bestens kapitalisiert: Das Eigenkapital wuchs selbst im Katastrophenjahr um ein Prozent auf 23,3 Milliarden Euro. Aktie legte leicht zu. Nach einem anfänglichen Kurssprung lag das Papier zuletzt noch mit 0,15 Prozent im Plus bei 101,70 Euro und damit in der Mitte des Dax (DAX). Analysten lobten die stabile Dividende und den Ausblick.

 

ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN - STEUEREFFEKT

 

    Unter dem Strich übertraf der Konzern die Erwartungen der Branchenexperten. Dies lag jedoch auch an einem Steuerertrag von 550 Millionen Euro, der den Großteil des Jahresgewinns ausmachte. "Ein Jahr wie 2011 haben wir noch nicht erlebt - extreme Belastungen durch Naturkatastrophen und dazu die Finanzkrise", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider. "Man kann nach so einem Jahr nicht zufrieden sein." Als Ziel für 2012 nannte er einen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro als "passende Größenordnung". Das wäre so viel wie im Jahr 2010.

 

    War es nicht genug, dass die Hochwasserkatastrophe in Thailand bei den Münchnern im vierten Quartal mit einer halben Milliarde Euro zu Buche schlug, korrigierte das Unternehmen auch noch die Schadenbelastung aus den Erdbeben in Neuseeland nach oben. Statt 1,1 Milliarden Euro hat die Munich Re nun voraussichtlich mit 1,5 Milliarden Euro zu begleichen - ebenso viel wie für die Folgen von Erdbeben und Tsunami in Japan.

 

TEUERSTES KATASTROPHENJAHR

 

    Für die Versicherungsbranche war das Naturkatastrophenjahr 2011 nach Berechnungen der Munich Re das teuerste aller Zeiten. Die versicherten Schäden von 105 Milliarden US-Dollar (80 Mrd Euro) übertrafen sogar den Wert aus dem Hurrikan-Jahr 2005 mit den Wirbelstürmen Katrina, Wilma und Rita. Bei der Munich Re reichten die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung daher nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag mit 113,6 Prozent weit über der kritischen 100-Prozent-Marke.

 

    Besser lief es bei der Erstversicherungstochter Ergo. Hier blieb die kombinierte Schaden-Kosten-Quote mit 97,8 Prozent im unkritischen Bereich. Ihren Gewinn konnte Ergo trotz der Skandale um eine Vertreterveranstaltung mit Prostituierten in Budapest und Fehler bei Riester-Renten um ein Zehntel steigern.

 

SCHULDENKRISE BELASTET

 

    Teuer kam die Munich Re und ihre Kunden die griechische Schuldenkrise zu stehen. Im Gesamtjahr 2011 summierten sich die Abschreibungen auf die Anleihen des Schuldenstaats nun auf 1,2 Milliarden Euro. Jetzt stehen sie noch mit rund 400 Millionen Euro in den Büchern, das entspricht 23 Prozent des Nennwerts. Ihren Bestand an italienischen Staatspapieren fuhr die Munich Re im vierten Quartal um mehr als ein Drittel auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Finanzchef Schneider erwartet allerdings, dass sich Italien nach den eingeleiteten Reformen fängt.

 

    Bei der wichtigen Vertragserneuerung im Januar konnte die Munich Re in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung Preiserhöhungen von rund zwei Prozent durchsetzen. "Wir können mit der Erneuerung in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zufrieden sein", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Auch wegen der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt müsse das Prämienniveau steigen. Im Januar stand rund die Hälfte der Verträge zur Erneuerung an. Durch ein gutes Neugeschäft, nachgebesserte Altverträge und höhere Preise legt das Beitragsvolumen um 2,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu.

 

HÖHERE ERWARTUNGEN

 

    Für die weiteren Vertragserneuerungen in diesem Jahr schürten Jeworrek und Schneider höhere Erwartungen. In mehreren Regionen, die 2011 von Katastrophen schwer getroffen wurden, stünden die Vertragsabschlüsse erst im April und Juli an. Dort seien daher deutlichere Preissteigerungen zu erwarten./stw/zb/wiz

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
06.05.12
Neue Updates zu Adidas, BMW, Commerzbank und Infineon (dpa-afx)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
29.05.12
Tipps der Analysten: Updates zu Sky Deutschland, Deutsche Telekom und SAP (dpa-afx)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
28.05.12
Updates zu Allianz, Deutsche Telekom, Linde und Munich Re (dpa-afx)
11.05.12
ROUNDUP/Presse: Eon hat Gebote für Gasnetz erhalten (dpa-afx)
08.05.12
Updates zu Deutsche Bank, Deutsche Telekom, MAN und Metro (dpa-afx)
05.05.12
Warren Buffett beglückt seine Aktionäre (dpa-afx)
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
06.05.12
Neue Updates zu Adidas, BMW, Commerzbank und Infineon (dpa-afx)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
29.05.12
Tipps der Analysten: Updates zu Sky Deutschland, Deutsche Telekom und SAP (dpa-afx)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
28.05.12
Updates zu Allianz, Deutsche Telekom, Linde und Munich Re (dpa-afx)
11.05.12
ROUNDUP/Presse: Eon hat Gebote für Gasnetz erhalten (dpa-afx)
08.05.12
Updates zu Deutsche Bank, Deutsche Telekom, MAN und Metro (dpa-afx)
05.05.12
Warren Buffett beglückt seine Aktionäre (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (vink. NA) zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
01.06.12Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buySociété Générale Group S.A. (SG)
01.06.12Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buyUBS AG
10.05.12Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft kaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
09.05.12Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.05.12Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft kaufenNational-Bank AG
15.03.11Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft verkaufenIndependent Research GmbH
22.02.11Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft verkaufenRaiffeisen Centrobank AG
04.02.10Münchener Rück DowngradeExane-BNP Paribas SA
03.02.10Münchener Rück DowngradeNomura
05.11.09Münchener Rück buySEB AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (vink. NA) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen