16.11.2012 15:48
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Nach Rekordstrafe droht BP nun Milliarden-Schadenersatz

    LONDON/WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Einigung mit den US-Behörden auf die Rekordstrafe von 4,5 Milliarden US-Dollar für die Ölpest im Golf von Mexiko steht der britischen BP ein Milliardenstreit um zivilrechtliche Ansprüche bevor. Die US-Bundesregierung und fünf Bundesstaaten wollen sich den Schaden ersetzen lassen, der an ihren Küsten entstanden ist. Auch Einnahmeausfälle - etwa beim Tourismus - soll der britische Ölkonzern ersetzen. Es geht um bis zu 21 Milliarden US-Dollar.

 

    Eine von BP angestrebte Einigung mit der strafrechtlichen Regelung gemeinsam kam nicht zustande, weil sich unter anderem der Bundesstaat Louisiana quergestellt hatte. So kommt es nun im Februar 2013 zum Zivilprozess in den USA. Die staatlichen Stellen werfen BP vor, vor dem Unglück im April 2010 auf der Förderplattform "Deepwater Horizon" grob fahrlässig gehandelt zu haben. Sollte das Gericht dieser Argumentation folgen, müsste BP bis zu 4.300 Dollar pro ausgelaufenem Barrel Öl zahlen. Andernfalls wären nur 1.100 Dollar fällig. Nach staatlichen Angaben liefen im April 2010 an 87 Tagen insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl ins Meer - BP geht von einer geringeren Menge aus.

 

UNTERNEHMEN BESTREITET, GROB FAHRLÄSSIG GEHANDELT ZU HABEN

 

    Das Unternehmen bestreitet, grob fahrlässig gehandelt zu haben. Die Äußerungen aus den USA deuten an, dass Washington dieser Argumentation keinesfalls folgen will. "Ich möchte absolut klarmachen, dass die heutige Einigung nicht das Ende unserer Anstrengungen bedeutet", sagte US-Justizminister Eric Holder am Donnerstag (Ortszeit).

 

    Zwei BP-Führungskräfte müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten, weil bei dem Desaster elf Menschen ums Leben gekommen waren. Die US-Regierung geht von einer BP-Kultur aus, die "Profit über Vorsicht" stellte. Der neue BP-Chef Bob Dudley hatte daraufhin eine neues Sicherheitskonzept bei dem Konzern eingeführt.

 

HOHE SUMMEN FÜR AUFRÄUMARBEITEN

 

    BP hatte in der Vergangenheit bereits 14 Milliarden Dollar für das Stopfen des Lecks und die Aufräumarbeiten bezahlt. Neun Milliarden Dollar wurden bereits an private Kläger ausgezahlt. Auf die Zahlung von 7,8 weiteren Milliarden hat sich das Unternehmen mit einem Kreis aus tausenden privaten Klägern geeinigt. 4,5 Milliarden kommen nun für die Strafe dazu. Damit sind mehr als 35 der 38 Milliarden Dollar aufgefressen, die das Unternehmen für die Aufarbeitung der Katastrophe zurückgestellt hatte. In der Rechnungslegung für das vierte Quartal sollen weitere 3,85 Milliarden Dollar zurückgestellt werden, kündigte BP an.

 

    In der strafrechtlichen Einigung musste sich BP auch verpflichten, seine Sicherheitspolitik massiv zu verbessern - teilweise war dies nach der schwersten Ölpest in der US-Geschichte auch schon freiwillig geschehen. BP muss nicht nur sein Risikomanagement verbessern. Die US-Behörden setzten auch durch, dass der Staat sowohl die Sicherheit als auch die Unternehmensethik vier Jahre lang überwachen kann. Das Unternehmen bekannte sich auch schuldig, den US-Kongress belogen zu haben. Statt der tatsächlichen 60.000 Barrel auslaufenden Öls gab BP anfangs nur 5.000 Barrel zu. Zwei hochrangige Aufseher auf der Plattform "Deepwater Horizon" müssen sich zudem wegen fahrlässiger Tötung verantworten./dm/DP/jha

 

Nachrichten zu BP plc (British Petrol)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu BP plc (British Petrol)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.08.2017BP buyUBS AG
10.08.2017BP buyUBS AG
09.08.2017BP overweightJP Morgan Chase & Co.
03.08.2017BP OutperformCredit Suisse Group
02.08.2017BP overweightJP Morgan Chase & Co.
15.08.2017BP buyUBS AG
10.08.2017BP buyUBS AG
09.08.2017BP overweightJP Morgan Chase & Co.
03.08.2017BP OutperformCredit Suisse Group
02.08.2017BP overweightJP Morgan Chase & Co.
02.08.2017BP Sector PerformRBC Capital Markets
02.08.2017BP NeutralGoldman Sachs Group Inc.
27.07.2017BP HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
15.06.2017BP NeutralCitigroup Corp.
17.05.2017BP HoldJefferies & Company Inc.
30.06.2017BP ReduceKepler Cheuvreux
21.06.2017BP UnderperformMacquarie Research
21.06.2017BP UnderperformMacquarie Research
10.03.2016BP ReduceKepler Cheuvreux
03.02.2016BP UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BP plc (British Petrol) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX leichter -- Great Wall an Fiat Chrysler interessiert -- Renault, Fiat & Co.: ADAC stellt offenbar massive Stickoxid-Probleme bei Import-Automarken fest -- Lufthansa, Air Berlin im Fokus

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst 'mit viel Schwung'. STADA tritt Sorgen vor Job-Abbau entgegen - Aktie im Plus. TOTAL kauft Ölgeschäft von Reederei Moeller-Maersk. US-Abgeordnete will Überprüfung von Trumps Geisteszustand. Buffett gibt Kampf um Stromanbieter auf: Sempra kauft Oncor. Steuereinnahmen steigen wieder.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Air Berlin plcAB1000
Allianz840400
CommerzbankCBK100
EVOTEC AG566480
Lufthansa AG823212
Siemens AG723610
TeslaA1CX3T
Nordex AGA0D655