16.07.2013 15:22
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: OECD sieht auch 2014 hohe Arbeitslosigkeit - Rückgang in Deutschland

    PARIS (dpa-AFX) - Die OECD rechnet auch im kommenden Jahr mit einer weiter hohen Arbeitslosigkeit. Betroffen sind in den 34 Mitgliedsländern vor allem Jugendliche und gering qualifizierte Menschen. Ende 2014 soll die Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent liegen, für Mai 2013 errechnete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 8,0 Prozent. Damit wären 48 Millionen Menschen in den OECD-Ländern ohne Job.

    OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría nannte am Dienstag in Paris vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit eine "soziale Tragödie". Gurría sieht "die Gefahr, eine ganze Generation zu verlieren". Einen Grund erkennt die OECD in der "großflächigen Deregulierung von Zeitverträgen in den 1990er Jahren". Als Folge arbeiteten immer mehr Menschen mit unsicheren Kurzzeitverträgen. Die meist jungen Menschen oder gering Qualifizierte seien häufig die ersten gewesen, denen dann gekündigt wurde. Viele von ihnen seien bis heute arbeitslos.

    In Deutschland erwartet die OECD eine Verbesserung der Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent im Mai 2013 auf 4,7 Prozent im kommenden Jahr. Ein großes Plus auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht OECD-Chef Gurría in der engen Verbindung von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften. Gleichzeitig spricht der Bericht von den "inzwischen strengsten Bestimmungen für reguläre Beschäftigungsverhältnisse in der OECD". Während der Finanzkrise könnten diese Regelungen für den Erhalt von Arbeitsplätzen gesorgt haben, nimmt die OECD an. "Allerdings besteht die Gefahr, dass sie die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verringern."

    Für die einzelnen Länder geht die OECD von sehr unterschiedlichen Zahlen aus. In der Eurozone wird ein Rekordwert von 12,3 Prozent erwartet. In Frankreich sollen im kommenden Jahr 11,2 Prozent arbeitslos sein, in Spanien 27,8 und in Griechenland 28,2. Die in Spanien, Portugal oder Italien eingeleiteten Arbeitsmarktreformen gehen laut OECD in die richtige Richtung, allerdings brauche die Wirkung Zeit. Besser sieht es jenseits von Europa aus: Für die USA prognostiziert die OECD eine Quote von 6,7 Prozent./gro/DP/hbr

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht im Plus ins Wochenende -- Dow knapp im Minus -- HeidelbergCement verdient kräftig -- Amazon mit Rekordgewinn -- Alphabet mit Umsatzwachstum -- SolarWorld, VW im Fokus

Gerücht über Investoren-Interesse an HPE lässt Aktie steigen. Rettungsplan für Krisenbank Monte dei Paschi rückt näher. VW hadert weiter mit US-Klagen - Hunderte neue Mitarbeiter nötig. Sinkflug der Ölpreise durch schwache US-Daten etwas ausgebremst. AB InBev nimmt letzte Wettbewerbshürde vor SABMiller-Fusion. US-Notenbanker Williams: Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst nur halb so stark wie erhofft.
Diesen Berufsgruppen trauen die Deutschen
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?