-->-->
08.06.2012 18:42
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Obama drängt Europäer zur Stärkung des Finanzsystem und Wachstums

    WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Barack Obama hat die Europäer zum schnellen und entschlossenen Handeln gegen die Schuldenkrise und eine drohende Rezession aufgefordert. Kurzfristig müsse das Finanzsystem stabilisiert werden, wozu auch gehöre "sobald wie möglich Kapital in die schwachen Banken zu injizieren", sagte Obama am Freitag bei einer spontan einberufenen Pressekonferenz in Washington. Darüber hinaus sei es wichtig, den Wirtschaftsnöten mit Wachstumsprogrammen zu begegnen. "Die gute Nachricht ist, dass es einen Weg aus den Problemen gibt", sagte er.

 

    Obama hob die Bedeutung der europäischen Wirtschaftslage für die Konjunktur in den USA hervor: "Sie ist offensichtlich wichtig für uns, weil Europa unser größter Handelspartner ist." Sinke die Nachfrage für Produkte "Made in America" in Paris oder Madrid, dann litten darunter die Hersteller in Industriestädten wie Pittsburgh und Milwaukee. Bereits am Vortag hatte der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke mit ähnlich Worten vor den Gefahren der Schieflage in Europa für die US-Konjunktur gewarnt.

 

    Für Obama gilt die Wirtschaftslage zu Hause als wahlentscheidend. Wegen der stagnierend hohen Arbeitslosigkeit und mittelprächtiger Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt erklärt die Opposition seine Wirtschaftspolitik als gescheitert. Der designierte Herausforderer bei der Wahl im November, Mitt Romney, positioniert sich gegen Obama zugleich als Wirtschaftsretter.

 

    Während das Weiße Haus am Freitag auf Finanzspritzen für strauchelnde Banken in Europa drängte, schaute die Welt gleichzeitg auf die spanische Regierung, die in Kürze beim Euro-Rettungsfonds EFSF einen Antrag auf Hilfe für seine kriselnden Institute stellen könnte. Madrid wies jedoch Berichte zurück, bereits entschieden zu haben, unmittelbar Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm zu beantragen.

 

    Neben der Stärkung des Finanzmarktes forderte Obama die Gemeinschaft jenseits des Atlantiks auf, mehr für die Ankurbelung der Konjunktur zu tun. Es sei gut, dass europäische Regierungschefs wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neben der fiskalen Integration auch verstärkt an einer "Wachstums-Agenda" arbeiteten. "Es ist eine positive Sache, dass die Konversation sich in diese Richtung bewegt hat", sagte der US-Präsident. Zugleich warnte er die Griechen eindringlich davor, aus dem Euro auszusteigen und damit die Krise - auch die eigene - zu verschlimmern.

 

    "Je schneller sie agieren und je entschlossener und konkreter ihre Handlungen sind, desto schneller gewinnen die Menschen und Märkte Vertrauen zurück und desto geringer werden die Kosten für die Aufräumarbeiten später sein", sagte Obama an die Adresse europäischer Führer.

 

    Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die politischen Prozesse in der Eurozone: "Die Herausforderung ist, dass sie 17 Regierungen koordinieren müssen". "Man stelle sich vor, mit 17 Kongressen zu tun zu haben statt nur mit einem", ergänzte er in Bezug auf die eigene Lage. Obama hat derzeit unüberwindbare Probleme, seine eigenen Konjunkturmaßnahmen und Jobprogramme im Kapitol absegnen zu lassen./mcm/DP/hbr

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->