18.03.2013 06:03
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Parlament auf Zypern stimmt über Rettungspaket ab

    ATHEN/NIKOSIA (dpa-AFX) - Zitterpartie auf Zypern: Das Parlament des Euro-Krisenlandes soll heute (Montag) über das Rettungspaket mit einer umstrittenen Zwangsabgabe auf Bankeinlagen abstimmen. Eine Mehrheit ist unsicher. Mit dem milliardenschweren Hilfspaket, das von der Eurogruppe beschlossen wurde, soll Zypern vor der Staatspleite gerettet werden.

    Der Präsident der Inselrepublik, Nikos Anastasiades, warb für das Paket. Ansonsten könne es zu einem ungeordneten Staatsbankrott kommen. Im Parlament droht ein Patt, da die beiden Mitte-Rechts- Parteien DISY und DIKO, die Anastasiades unterstützen, nur 28 von 56 Sitzen haben. Die entscheidende Plenarsitzung des Parlaments wurde für 15 Uhr (MEZ) angesetzt.

    Die Finanzminister der Eurogruppe hatten beschlossen, die zyprischen Bankkunden an der Rettung des Landes zu beteiligen. Sie sollen eine Sonderabgabe von 6,75 Prozent auf Guthaben bis 100 000 Euro und 9,9 Prozent auf höhere Beträge zahlen. So sollen geschätzt 5,8 Milliarden Euro zusammenkommen, wie Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem nach der Einigung in Brüssel sagte.

HILFSPAKET BIS 10 MRD EURO

    Das Hilfspaket soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben. Rund ein Drittel der Einlagen in Zypern sind in der Hand ausländischer Kontoinhaber - vor allem reicher Russen und Briten.

    Die Abgabe hatte große Entrüstung auf Zypern ausgelöst. Um einem massenhaften Ansturm auf die Konten zuvorzukommen, legte die Zentralbank Zyperns das gesamte Bankensystem quasi lahm. Zudem prüft die Regierung nach Medienberichten, die Banken des Landes notfalls auch am Dienstag und darüber hinaus geschlossen zu halten, um einem Kundenansturm zuvorzukommen. Am Montag sind die Banken wegen eines Feiertages ohnehin geschlossen.

    Am Sonntagabend warb Präsident Anastasiades im Fernsehen für das EU-Rettungspakets und versuchte, die von Abgaben bedrohten Kleinsparer zu besänftigen. "Ich kämpfe weiter dafür, dass die Beschlüsse der Eurogruppe in den nächsten Stunden dahingehend differenziert werden, dass die Auswirkungen auf die Kleinsparer eingeschränkt werden", sagte er. Den Bankkunden stellte er außerdem Kompensationen in Aussicht./ak/DP/stk

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow Jones mit Verlusten -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Frankreich: Arbeitslosigkeit geht nur leicht zurück. Absage eines Partners sorgt bei Biotest-Anleger für Verdruss. Reederei Hapag-Lloyd macht Verlust. Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Infineon Technologies AG623100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
Nordex AGA0D655
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
SAP SE716460
BMW AG519000
Siemens AG723610