13.12.2012 14:59
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ROUNDUP: Porsche verkürzt Arbeitszeit in der Produktion: Belastung mindern

    STUTTGART (dpa-AFX) - Beim Autobauer Porsche haben Unternehmensleitung und Betriebsrat ein umfangreiches Paket zur Flexibilisierung der Arbeitszeit geschnürt. Vorstandschef Matthias Müller sagte am Donnerstag, damit solle die Wettbewerbsüberlegenheit nachhaltig abgesichert werden.

 

    Im Stuttgarter Stammwerk soll für 3 300 Mitarbeiter in der Produktion schrittweise die Arbeitszeit um eine Stunde auf 34 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich verkürzt werden. Die Regelarbeitszeit beträgt 35 Wochenstunden. Dies sei die Kompensation für die wachsende Belastung der Mitarbeiter, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Chef Jörg Hofmann.

 

    Zugleich können in Zukunft mehr Mitarbeiter 40 Stunden in der Woche arbeiten. Die bisherige Regelung sieht eine Quote von maximal 18 Prozent vor. Personalvorstand Thomas Edig sagte, viele Entwicklungsprojekte könnten nicht mehr zeitnah abgewickelt werden. Im Entwicklungszentrum in Weissach könne die Quote künftig auf 90 Prozent erhöht werden.

 

    Mit der Vereinbarung wollen Porsche und der Betriebsrat auch gegen den Fachkräftemangel und die alternde Gesellschaft angehen. Betriebsrtaschef Uwe Hück sagte: "Wir wollen profitabel sein und gleichzeitig auch den sozialen Aspekt dabei haben." Die Regelung gilt nicht für den Standort Leipzig.

 

    Seit der Autobauer unter das VW-Dach geschlüpft ist, hat Müller dem Hersteller ein ehrgeiziges Wachstumsprogramm verordnet. Bis 2018 will Porsche den Absatz auf 200 000 Fahrzeuge pro Jahr steigern und dann 20 000 Mitarbeiter beschäftigen. Seit Anfang 2011 hat die Zahl der Beschäftigten weltweit um rund 30 Prozent auf mehr als 17 000 Mitarbeiter zugenommen.

 

    Die Vereinbarung sieht auch vor, dass die individuelle Arbeitszeit künftig befristet für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern für Weiterbildung, Erziehung oder Pflege in einem Korridor von 20 bis 35 Wochenstunden variieren kann./DP/zb

 

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