16.12.2012 11:11
Bewerten
 (0)

ROUNDUP/Presse: Republikaner erwägen im US-Budgetstreit Steuererhöhung

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereiterklärt. Bedingung dafür seien allerdings erhebliche Einschnitte im Sozialwesen. Das berichteten das Polit-Magazin "Politico" und weitere US-Medien unter Berufung auf Quellen, die mit den Gesprächen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem republikanischen Verhandlungsführer, John Boehner, vertraut seien. Ohne eine Einigung drohen der größten Volkswirtschaft der Erde zum neuen Jahr drastische Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen.

 

    Obama und Boehner hätten ihre Positionen bei einem langen Gespräch im Weißen Haus am Donnerstag und einem Telefonat am Freitag angenähert. Obamas Umfeld sprach von einem Fortschritt in Etappen, zeigte sich aber zunächst wenig angetan vom Boehner-Vorstoß.

 

    Nach unbestätigten Angaben ist der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus zu Steuererhöhungen für US-Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million Dollar (763 000 Euro) bereit. Dies würde allerdings den Bruch von zentralen Wahlversprechen der Republikaner bedeuten. Obama fordert höhere Abgaben bereits für Jahreseinkommen ab 250.000 Dollar.

 

    Diese Steuererhöhungen sind eine zentrale Forderung Obamas, um die sogenannte Fiskalklippe zu umschiffen. Die Zwangsmaßnahme sieht automatische Steuererhöhungen und Budgetkürzungen im Umfang von 600 Milliarden Dollar (458 Milliarden Euro) vor, sollten Regierung und Opposition ihren Streit nicht bis Jahresende beilegen. Experten befürchten, dass die USA in dem Fall in eine Rezession stürzen könnten. Auslöser für die Zwangsmaßnahmen ist die hohe US-Verschuldung von insgesamt über 16 Billionen Dollar.

 

    Das "Wall Street Journal" wertete die jüngste Entwicklung als Wendepunkt in den seit Monaten zähen Verhandlungen. Beide Seiten wollten sich in offiziellen Stellungnahmen nicht zu den jüngsten Berichten äußern. Das seien bislang nur Gerüchte, sagte ein Boehner-Sprecher.

 

    Boehner verlangt laut "Politico" umfangreiche Leistungskürzungen im Sozialwesen. Diese sollten unter anderem durch eine neue Berechnungsgrundlage für Ansprüche aus den staatlichen Gesundheitsprogrammen erzielt werden. Der im November wiedergewählte Obama hatte seinen Wählern versprochen, keine schmerzhaften Einschnitte unter anderem in das Gesundheitssystem zuzulassen./fi/sv/DP/zb

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX vor EZB-Entscheid kaum bewegt -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Netflix: Umsatzsprung erfreut Anleger -- Antrag auf Haftbefehl gegen Samsungs De-facto-Chef abgelehnt -- Goldman Sachs im Fokus

Trumps mächtiges Werkzeug: Erlasse des US-Präsidenten. Vertrauen in die Altersvorsorge stark gesunken. Ahold Delhaize steigert Umsatz. Fresenius begibt Wandelanleihe über 500 Millionen Euro. Carrefour kann in Lateinamerika weiter punkten. Russischer Staatsfonds hofft auf bessere Geschäfte unter Trump.
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Apple Inc. 865985
Bayer BAY001
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Nordex AG A0D655
K+S AG KSAG88
Deutsche Lufthansa AG 823212
BMW AG 519000
Siemens AG 723610