11.02.2013 19:52
Bewerten
 (1)

ROUNDUP/RATING: S&P hebt Irlands Ausblick - Schuldschein-Deal dürfte entlasten

    LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stellt Irland ein etwas besseres Zeugnis aus. Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit sei von "negativ" auf "stabil" angehoben worden, teilte die Agentur am Montag in London mit. Die Bonitätsprüfer bestätigten die Note "BBB+". Damit trennen Irland zwei Stufen vom sogenannten Ramschniveau, das spekulative Anlagen kennzeichnen soll.

 

    Grund für den angehobenen Ausblick ist der gelungene Umtausch von Schuldscheinen, die nach der Finanzkrise zur Stützung maroder Banken aufgelegt worden waren, in langlaufende Anleihen. Dies dürfe die Staatsfinanzen entlasten, heißt es in der Mitteilung von S&P. Irland hatte die sogenannten "Promissory Notes" 2010 ausgegeben, um Sicherheiten für Notkredite bei der Zentralbank zu schaffen. Mit dem Geld wurde vor allem die Pleitebank Anglo Irish gestützt.

 

    Für die Regierung war diese Lösung jedoch teuer - jährlich sollte sie für die Schuldscheine im Gesamtvolumen von knapp 31 Milliarden Euro bis 2031 rund drei Milliarden Euro an die irische Zentralbank überweisen. Experten beziffern die Zinsen für den Notkredit im Schnitt auf etwa acht Prozent. Um seinen Haushalt zu entlasten, hatte die Regierung bei den Euro-Partnern deshalb schon lange darauf gedrängt, die Schuldscheine in längerlaufende Titel mit niedrigerer effektiver Verzinsung umwandeln zu dürfen.

 

    Dagegen soll sich lange Zeit vor allem die Europäische Zentralbank (EZB) gesperrt haben. Denn mit den Schuldscheinen als Sicherheit zapfte die irische Zentralbank die Notfallkreditlinie (Emergency Liquidity Assistance, kurz: ELA) der EZB an. Mit der Zustimmung zur Umwandlung in längerlaufende Anleihen setzt sich die EZB dem Verdacht der durch die europäischen Verträge verbotenen monetären Staatsfinanzierung aus.

 

    Dennoch hat Dublin in der vergangenen Woche eine Einigung bekanntgegeben, die den teuren Haushaltsposten in wesentlich günstigere Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 34 Jahren verwandeln sollen. Nach Einschätzung von S&P dürfte die gesunkene Zinslast das irische Staatsdefizit in den kommenden beiden Jahren um mindestens 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken.

 

    Die EZB hält sich zu dem Thema bislang allerdings noch relativ bedeckt. Am vergangenen Donnerstag hatte Notenbankchef Mario Draghi in Frankfurt lediglich gesagt, man habe eine Einigung zwischen irischer Regierung und Zentralbank "zur Kenntnis" genommen. Analysten halten es für möglich, dass man im Frankfurter Eurotower noch Klärungsbedarf sieht. Draghi räumte allerdings bereits ein, dass Irland sich durch den Deal von der ELA-Notfallkreditlinie habe lösen können./hbr/he

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt trotz Brexit-Antrag im Plus -- Dow Jones endet im Minus -- Deutsche Bank zu US-Millionenstrafe verurteilt -- Daimler erwartet Rekordquartal -- Grammer, AURELIUS, Tesla im Fokus

Bayer leitet wohl Verkauf von Spartenteilen wegen Monsanto ein. Samsung präsentiert sein neues Top-Modell Galaxy S8. Wells Fargo zahlt 110 Millionen Dollar in Scheinkonten-Affäre. Bankentitel nach Bericht über Kurs der EZB im Fokus. UBS-Analyst: Nur unter diesen Bedingungen kann die Apple-Aktie auf 200 Dollar steigen. SolarWorld verspricht bis 2019 wieder schwarze Zahlen.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Siemens AG723610