25.02.2013 15:11
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: RWE-Mitarbeiter bekommen in zwei Stufen mehr Geld

    DÜSSELDORF/ESSEN (dpa-AFX) - Der schärfste Tarifstreit in der privaten Energiebranche der Bundesrepublik ist beigelegt. Wenige Wochen nach der Einigung beim größten deutschen Energiekonzern Eon steht auch jetzt bei der Nummer 2 RWE ein Tarifabschluss. Die Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi und IG BCE gab am Montag mit großer Mehrheit grünes Licht für das Verhandlungsergebnis der vierten Tarifrunde von Freitagabend. In letzter Sekunde sei bei RWE ein Streik abgewendet worden. Verdi hatte im Eon-Tarifkonflikt mitten im Winter sogar mit einem unbefristeten Streik bis hin zu den Kraftwerken gedroht. Beide Energieriesen müssen trotz Sparkurs die Gehälter spürbar anheben.

    Die 30 000 RWE-Beschäftigten in Deutschland bekommen nach den Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Zudem seien Einmalzahlungen von je 250 Euro für Januar 2013 und Februar 2014 vorgesehen. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2014. Das Ergebnis sichere eine Erhöhung der Gehälter, die über der Inflationsrate liege, erklärte Verdi-Bundesvorstand Erhard Ott. Der IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sagte, jetzt gehe es noch darum, die Übernahme von Ausgebildeten zeitnah zu regeln.

    Betriebsbedingte Kündigungen seien für zwei weitere Jahre bis Ende 2014 ausgeschlossen. Für den Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung solle bis Ende 2013 eine Nachfolgeregelung vereinbart werden, die den "geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen" Rechnung trage, erläuterte Verdi. Geplant sei, unverzüglich Verhandlungen dazu aufzunehmen. Verdi und IG BCE - zu einer Tarifgemeinschaft bei RWE zusammengeschlossen - hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert.

    Beim Konkurrenten Eon bekommen die 30 000 Beschäftigten in Deutschland rückwirkend ab Jahresbeginn 2,8 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 300 Euro. Dieser Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 13 Monaten. Die Tarifkommission von Verdi und IG BCE stimmte am 6. Februar mit großer Mehrheit dafür. Im Tarifkonflikt bei Eon hatten sich Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung zunächst für einen Streik ausgesprochen, bevor es dann zum neuen Anlauf und zu einer Einigung kam.

    RWE ist ähnlich wie Eon durch die Energiewende in Deutschland und die niedrigen Großhandelspreise für Strom in die Klemme geraten. Deutliche Gewinne in der Erzeugung erwirtschaften bei RWE eigentlich nur noch die Braunkohlekraftwerke, vor allem die älteren Modelle, die bereits weithin abgeschrieben sind. RWE will weltweit gut 10 000 Stellen streichen, um den Essener Konzern profitabler zu machen./vd/DP/she

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu RWE AG St.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu RWE AG St.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.11.2014RWE HoldWarburg Research
21.11.2014RWE NeutralUBS AG
21.11.2014RWE OutperformBernstein Research
19.11.2014RWE NeutralCredit Suisse Group
18.11.2014RWE OutperformBNP PARIBAS
21.11.2014RWE OutperformBernstein Research
18.11.2014RWE OutperformBNP PARIBAS
14.11.2014RWE OutperformBNP PARIBAS
14.11.2014RWE OutperformBernstein Research
11.11.2014RWE buyGoldman Sachs Group Inc.
21.11.2014RWE HoldWarburg Research
21.11.2014RWE NeutralUBS AG
19.11.2014RWE NeutralCredit Suisse Group
14.11.2014RWE NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.11.2014RWE HoldDeutsche Bank AG
18.11.2014RWE ReduceKepler Cheuvreux
14.11.2014RWE ReduceCommerzbank AG
14.11.2014RWE SellUBS AG
13.11.2014RWE VerkaufenIndependent Research GmbH
13.11.2014RWE VerkaufenDZ-Bank AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für RWE AG St. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Wenn Zukunft Gegenwart wird

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?