20.03.2013 14:16
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Rabattschlacht drückt Gewinne des Kfz-Gewerbes

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Rabattschlacht auf dem Automarkt macht dem deutschen Kfz-Gewerbe zunehmend zu schaffen. "Die Rendite ist im Abwärtstrend", sagte der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Robert Rademacher, am Mittwoch in Berlin. Der Preiskampf im Neuwagengeschäft habe "irrationale Züge" angenommen. Die Durchschnitts-Rendite der Betriebe sei im vergangenen Jahr um 0,6 Punkte auf lediglich 1,4 Prozent gesunken. Angesichts der schwachen Autokonjunktur erwartet der Verband im laufenden Jahr eine Rendite von unter 1 Prozent. "Völlig unzureichend", nennt dies Rademacher. "Es wird ein schwieriges Jahr."

    Die Preise auf dem Automarkt sind angesichts der schwachen privaten Nachfrage und Überkapazitäten seit längerem unter Druck. Um Autos auf den Markt zu drücken, ist die Zahl der sogenannten Hersteller- und Händlerzulassungen drastisch gestiegen - auf rund 900.000 Neufahrzeuge oder 30 Prozent im vergangenen Jahr.

    Viele dieser Autos würden dann als junge Gebrauchtwagen mit hohen Preisabschlägen angeboten, kritisierte ZDK-Präsident Rademacher. "Das Aufblähen der Zulassungsstatistik durch Kurzzulassungen kostet Hersteller und Händler viel Geld und führt konsequent in die roten Zahlen." Eine gesunde Quote der Hersteller- und Händlerzulassungen liege bei 20 Prozent. Die Hersteller müssten den Druck aus dem Kessel nehmen, forderte Rademacher, und verlangte eine "nachfrageorientierte Belieferung".

    Viele Autobauer aber scheuen sich davor, denn dies bedeutet Produktionskürzungen, etwa über Kurzarbeit. Allerdings wird der Druck größer. In den ersten beiden Monaten 2012 sank der Autoabsatz in Deutschland um 9,6 Prozent. Der ZDK erwartet für das laufende Jahr weniger als drei Millionen Neuzulassungen nach 3,08 Millionen im Vorjahr. Vor allem die privaten Neuzulassungen sind eingebrochen. Auch europaweit liegt der Automarkt angesichts der Schuldenkrise am Boden.

    Die Krise auf dem Neuwagenmarkt hinterlässt beim Kfz-Gewerbe, das Autohändler und Werkstätten umfasst, deutliche Spuren. Im Neuwagengeschäft gingen die Umsätze 2012 um 8 Prozent auf 54,6 Milliarden Euro zurück. Auch die Durchschnittspreise für Neuwagen und Gebrauchtwagen sanken. Weil aber die Erlöse aus dem Servicegeschäft zulegten, schlug beim Kfz-Gewerbe insgesamt nur ein Umsatzminus von 1,6 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro zu Buche. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 453.600 weitgehend stabil, ebenso wie die Zahl der Betriebe./hoe/DP/jha

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant3
  • Alle6
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
29.10.2014Daimler buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.10.2014Daimler NeutralCitigroup Corp.
27.10.2014Daimler buyCommerzbank AG
24.10.2014Daimler overweightBarclays Capital
24.10.2014Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
29.10.2014Daimler buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.10.2014Daimler buyCommerzbank AG
24.10.2014Daimler overweightBarclays Capital
24.10.2014Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
24.10.2014Daimler buyDeutsche Bank AG
28.10.2014Daimler NeutralCitigroup Corp.
24.10.2014Daimler HaltenDZ-Bank AG
24.10.2014Daimler Holdequinet AG
23.10.2014Daimler market-performBernstein Research
23.10.2014Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
04.08.2014Daimler UnderweightBarclays Capital
23.07.2014Daimler Reduceequinet AG
21.07.2014Daimler Reduceequinet AG
17.07.2014Daimler Reduceequinet AG
03.07.2014Daimler UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX mit Verlusten -- Dow fester -- Fed beendet Anleihekäufe -- Apple-Chef Tim Cook outet sich als schwul -- Lufthansa kassiert Prognose 2015 -- VW, Bayer, Linde im Fokus

Kellogg's verkauft weniger Lebensmittel. Deutschland: Inflation weiter auf tiefstem Stand seit über vier Jahren. Mastercard profitiert weiter vom Konsumaufschwung. US-Wirtschaft wächst um 3,5 Prozent. Russland sieht Chance für Gas-Einigung. Ratiopharm-Mutter Teva verdient besser und kauft mehr Aktien zurück.
In welchen europäischen Ländern ist das Preisniveau besonders hoch?

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Sparkurs der Bundesregierung infrage gestellt. Denken Sie auch, dass der Staat mehr investieren sollte?