07.02.2013 12:41
Bewerten
(1)

ROUNDUP: Reallöhne in Deutschland steigen weiter

    WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschlands Arbeitnehmer haben 2012 erneut ihre Einkommen auch nach Abzug der Inflation steigern können. Bereits im dritten Jahr in Folge sind damit in der größten Volkswirtschaft Europas im Schnitt die Reallöhne gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete. Auch in diesem Jahr ist gegen den gesamteuropäischen Trend mit einem weiteren Lohnplus zu rechnen.

 

    Laut der Auswertung lagen die Brutto-Lohnzuwächse mit 2,6 Prozent um 0,6 Punkte über der Inflationsrate von 2,0 Prozent. Die Brutto-Entgelte sind vor allem zum Jahresende hin stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. In den Jahren 2010 und 2011 hatte der Reallohnzuwachs zum jeweiligen Vorjahr 1,5 und dann 1,0 Prozent betragen.

 

    Auch im laufenden Jahr ist mit einer ähnlichen Lohnentwicklung vom um die drei Prozent zu rechnen, wie führende Forschungsinstitute prognostiziert haben. Das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung rechnet anhand der bereits vereinbarten Tariferhöhungen und der noch anstehenden Tarifverhandlungen inklusive der Schlüsselbranche Metall- und Elektroindustrie mit einer ähnlichen Entwicklung der Tariflöhne wie im Vorjahr. Sie hatten laut WSI-Daten 2012 um 0,7 Prozent stärker zugelegt als die Inflation.

 

    Damit setzt sich die Entwicklung der überdurchschnittlich steigenden Arbeitskosten in Deutschland fort. Im dritten Quartal 2012 waren die Kosten pro Stunde in Deutschland mit 3,3 Prozent deutlich schneller gestiegen als in der Eurozone mit 2,0 Prozent. In Krisenländern wie Italien oder Spanien fielen die Zuwächse weit schwächer aus, so dass im Vergleich ihre Wettbewerbsfähigkeit ansteigt.

 

    Die Entwicklung in der exportstarken deutschen Wirtschaft ist auch zu einem guten Teil auf Nachholeffekte zurückzuführen: Bis 2010 hinkte die Entwicklung der deutschen Löhne deutlich hinter den meisten anderen europäischen Staaten hinterher und trug ihren Teil zur deutschen Wettbewerbsfähigkeit bei.

 

    Die aktuelle Entwicklung könnte auf lange Sicht Ungleichgewichte in der Eurozone beseitigen, erklären Ökonomen des gewerkschaftsnahen Instituts IMK: "Um die Leistungsbilanzungleichgewichte im Euroraum schneller abzubauen und die Anpassung in den Krisenländern zu erleichtern, müssten die deutschen Löhne über etliche Jahre um mehr als drei Prozent zulegen."

 

    Allerdings können sich steigende Löhne auch wiederum auf die Höhe der Inflation auswirken, so dass eine Spirale entsteht. Der genaue Zusammenhang ist aber von verschiedenen Faktoren wie den Erwartungen und der Investitionspolitik der Unternehmen, der Konsumbereitschaft der Verbraucher und der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängig./ceb/DP/bgf

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Dow Jones endet im Plus -- US-Notenbank: Nächste Zinserhöhung dürfte 'bald' kommen -- Vonovia dank Übernahme mit Gewinnsprung -- Tiffany, Rocket Internet, GfK-Index im Fokus

Bieterkrieg bei Stada wohl abgeblasen. Moody's stuft China erstmals seit 1989 ab. Keine Machtübernahme von Investorenfamilie Hastor bei Grammer. Elon Musk lässt aufhorchen: Werden Teslas zu Wlan-Hotspots? MediGene-Aktie springt kräftig an. EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr. Glencore erwägt Kauf des Rivalen Bunge.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
MediGene AGA1X3W0
BASFBASF11
EVOTEC AG566480
Allianz840400
MorphoSys AG663200
BMW AG519000
Infineon AG623100
Nordex AGA0D655