KÖLN/LUXEMBURG (dpa-AFX) - Europas größte Privatbank Sal. Oppenheim wird die BHF-Bank nicht verkaufen. Das habe Sal. Oppenheim am Mittwoch entschieden, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa in Köln. Nähere Angaben wollte er nicht machen. Über den Verkauf der Frankfurter Tochter BHF-Bank war seit längerem spekuliert worden. Sal. Oppenheim hatte sie erst Ende 2004 für 600 Millionen Euro vom niederländischen Finanzkonzern ING Groep <INGA.ASX> <INN.FSE> erworben und war damit zur Nummer eins unter den Privatbanken in Europa geworden.
Nach Angaben aus Bankenkreisen lagen Sal. Oppenheim mehrere Kaufangebote vor, die die Privatbankiers nach eingehender Prüfung aber nicht überzeugt haben. Nach einem Bericht der "Welt" (Mittwoch) hatten mindestens acht Interessenten unverbindliche Angebote für die BHF-Bank abgegeben, darunter die Schweizer Credit Suisse <CSGN.VTX> <CSX.ETR> und der britische Finanzkonzern HSBC <HSBA.ISE> <HBC1.FSE>.
Sal. Oppenheim hatte 2007 das beste Ergebnis seiner über 200- jährigen Geschichte vorlegt und trotz der sich abzeichnenden Finanzkrise eine "Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung" für 2008 prognostiziert. Am kommenden Dienstag will die Traditionsbank, die vor allem reiche Privatkunden betreut, in Luxemburg ihre Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Sal. Oppenheim hatte seinen Hauptsitz vor knapp zwei Jahren nach Luxemburg verlegt, den Kölner Standort aber beibehalten./pa/wa/DP/edh