22.02.2012 17:06
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Schuldenschnitt für Griechenland trifft vor allem Commerzbank

DRUCKEN
    FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem vereinbarten Schuldenschnitt für Griechenland sind jetzt die Besitzer der Staatsanleihen wie Banken und Versicherungen am Zug. Die genauen Bedingungen seien allerdings noch nicht klar, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Hans-Joachim Massenberg, am Mittwoch in Berlin. Auch wenn Details noch nicht feststehen, dürfte es hierzulande vor allem für die Commerzbank teuer werden.

 

    Die erwartete Teilnahme am freiwilligen Schuldenschnitt wird nach Schätzung von Analysten das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut gut 2,2 Milliarden Euro kosten. Diese Belastung dürfte die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank bereits in die Bilanz für das vergangene Jahr einrechnen, die sie an diesem Donnerstag (23.2.) vorlegt. Die Commerzbank hatte im dritten Quartal ihre Griechenland-Papiere um 52 Prozent wertberichtigt und dafür 1,6 Milliarden Euro Verlust verbucht.

 

    Die Deutsche Bank schrieb ihren Bestand an Griechenland-Anleihen bereits in den vorläufigen Jahreszahlen um 71 Prozent des Nominalwertes ab und verbuchte dafür 527 Millionen Euro Verlust. Im testierten Jahresabschluss, den die Bank am 20. März vorlegt, könnten die Wertberichtigungen noch leicht steigen.

 

    Neue Belastungen stehen auch der genossenschaftlichen DZ Bank ins Haus. Sie hatte in ihren Halbjahreszahlen die griechischen Anleihen um ein Drittel abgeschrieben und dafür 216 Millionen Euro Verlust verbucht. Nun dürften rechnerisch weitere rund 280 Millionen Euro anfallen. Das zweite genossenschaftliche Zentralinstitut, die Düsseldorfer WGZ, will in der Jahresbilanz für 2011 nach Angaben eines Sprechers von ihren Griechenland-Papieren im Nominalwert von 531 Millionen Euro drei Viertel abschreiben.

 

    Bei vielen Landesbanken wird noch gerechnet. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hatte ihren Bestand griechischer Staatsanleihen im Volumen von rund 60 Millionen Euro bereits um 67 Prozent abgeschrieben. Deutschlands größte Landesbank, die LBBW, hatte im dritten Quartal weitere Abschreibungen auf griechische Staatsschulden auf nun 40 Prozent des Nominalwertes vorgenommen. Damals summierten sich die Belastungen aus der Krise seit Jahresbeginn auf 750 Millionen Euro.

 

    Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat nach eigenen Angaben den größeren Teil der Griechenland-Papiere schon abgeschrieben. Zum Ende des dritten Quartals 2011 lag die entsprechende Quote bei gut 60 Prozent.

 

    Insgesamt verpflichteten sich private Gläubiger, auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Athen zu verzichten. Hinzu kommt der Tausch der restlichen Papiere zu deutlich schlechteren Bedingungen. Dies summiert sich nach Berechnungen von Experten auf einen Verlust von 73 bis 74 Prozent des Nominalwerts der Anleihen.

 

    Wenn Griechenland die genauen Bedingungen für den Schuldenerlass festgelegt hat, haben die privaten Gläubiger laut Bankenverband voraussichtlich eine Frist von bis zu 14 Tagen, "in der jedes Haus für sich entscheiden kann", ob es sich an dem Forderungsverzicht beteiligen wird. Ähnlich äußerten sich auch andere große deutsche Bankenverbände. "Wir rechnen mit einer hohen Beteiligungsquote der privaten Investoren", sagte Massenberg. Schließlich habe sich der internationale Bankenverband IIF zum Mitmachen verpflichtet. Falls sich nicht genügend private Gläubiger freiwillig am Schuldenschnitt beteiligen, will die griechische Regierung sie per Gesetz dazu zwingen./mar/enl/DP/jha

 

Anzeige

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.09.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
21.09.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
18.08.2017Commerzbank Sector PerformRBC Capital Markets
11.08.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
04.08.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
21.09.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
18.07.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
28.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
26.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
23.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
18.08.2017Commerzbank Sector PerformRBC Capital Markets
11.08.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
04.08.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
03.08.2017Commerzbank Equal-WeightMorgan Stanley
03.08.2017Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
22.09.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
03.08.2017Commerzbank Strong SellS&P Capital IQ
02.08.2017Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
02.08.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
02.08.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht kaum bewegt ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Bundestagswahl und DAX: Darauf hoffen Börsianer -- Lufthansa mit guten Chancen bei Air Berlin -- Apple, Siltronic, Airbus im Fokus

Siemens und Alstom ringen um Bahntechnik-Bündnis. L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestlé-Anteil. Liliane Bettencourt: Reichste Frau der Welt ist tot. China kritisiert Herabstufung durch Ratingagentur S&P. Personalvermittler Adecco setzt Erlöswachstum im dritten Quartal fort.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Deutsche Telekom AG555750
Siemens AG723610