01.07.2013 09:59
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Siemens steigt ganz aus Telefongeschäft aus - NSN-Anteil geht an Nokia

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Elektrokonzern Siemens zieht einen endgültigen Schlussstrich unter sein Telefongeschäft. Nach der Handysparte vor acht Jahren und den Festnetztelefonen vor fünf Jahren sind die Münchener die ungeliebte Netzwerksparte nun endlich ganz los. Der 50-prozentige Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) gehe für 1,7 Milliarden Euro an den finnischen Partner Nokia, teilte der Konzern am Montag in München mit. Siemens-Chef Peter Löscher hat damit ein weiteres Problemkind vom Hals: Er will sich bei der Jagd auf bessere Renditen ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren und trennt sich deshalb von den nicht profitablen Sparten.

    Um den Verkauf des Anteils an dem 2007 gegründeten Gemeinschaftsunternehmens zu ermöglichen, greift Löscher dem angeschlagenem finnischen Handyhersteller unter die Arme: Vom Kaufpreis fließen erst einmal nur 1,2 Milliarden Euro in bar, den Rest muss Nokia erst später zahlen. Der Preis liegt damit unter den zuletzt spekulierten Größenordnungen: Im Februar wurde der Wert des Unternehmens in einem "FT"-Bericht noch auf etwa fünf Milliarden Euro taxiert. Am Markt kam die Nachricht trotzdem gut an. Die Siemens-Aktie legte zum Handelsstart zwei Prozent zu. Die Nokia-Papiere stiegen in Helsinki um zirka zehn Prozent.

UMBAU ZEIGT ERSTE WIRKUNG

    Siemens hinkt bei der Profitabilität hinter den wichtigsten Konkurrenten wie ABB und General Electric (General Electric (GE)) hinterher und musste zuletzt die eigenen Prognosen immer wieder senken. Löscher will sich daher von Randbereichen trennen. So wurde zuletzt die verlustbringende Solarsparte geschlossen, kleinere Bereiche sollen verkauft werden und die Lichttochter Osram wird in der kommenden Woche (8. Juli) an die eigenen Aktionäre abgegeben. Die Netzwerksparte hatte Siemens erst im Jahr 2007 mit der von Nokia zusammengelegt.

    Der Netzwerkausrüster NSN kämpft wie die gesamte Branche seit Jahren mit einem harten Wettbewerb und dem Preisdruck durch die großen Telekomkonzerne. Seit der Gründung steckt NSN in den roten Zahlen. Das Management hatte Anfang 2012 die Reißleine gezogen und harte Einschnitte angekündigt. Dazu gehört auch der Abbau von 17.000 der weltweit 74.000 Arbeitsplätze. Dies zeigte zuletzt Wirkung - der Verlust ging zurück. Zudem stabilisierte sich das Geschäft und der Umsatz sank im ersten Quartal nicht mehr so stark.

PRESSE: NSN PRÜFT PRODUKTIONSAUSLAGERUNG

    Nokia Siemens Networks beschäftigte Ende März noch 56.700 Mitarbeiter - davon 6.000 in Deutschland. Das Unternehmen ist hierzulande in 17 Städten vertreten. Über die Zukunft dieser Standorte wurde am Montag nichts konkretes mitgeteilt. Es hieß lediglich, dass NSN eine starke regionale Präsenz in Deutschland behalten will. Das Unternehmen ist einer der größten Telekomzulieferer der Welt. Größte Konkurrenten sind der schwedische Konzern Ericsson (Telefon AB LMEricsson (B)) und die französische Alcatel-Lucent . Zuletzt bekamen die Europäer aber auch zunehmen Konkurrenz von asiatischen Anbietern.

    Ob der Handyhersteller Nokia den Ausrüster auf Dauer im Konzern behält, ist offen. Der Markenname soll auf jeden Fall geändert werden und einem finnischen Zeitungsbericht zufolge soll die Produktion ausgelagert werden. Dabei könnte NSN zwischen 500 und 600 Millionen Euro erlösen, berichtete die Zeitung "Helsingin Sanomat" unter Berufung auf vertrauliche Dokumente. Interessenten für die sechs Werke seien Auftragsfertiger wie Foxconn und Flextronics./zb/stk/kja

Nachrichten zu Siemens AG

  • Relevant
  • Alle4
  • vom Unternehmen2
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Siemens AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
16.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
11.01.2017Siemens buyJefferies & Company Inc.
11.01.2017Siemens HoldDeutsche Bank AG
11.01.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
10.01.2017Siemens buySociété Générale Group S.A. (SG)
11.01.2017Siemens buyJefferies & Company Inc.
10.01.2017Siemens buySociété Générale Group S.A. (SG)
10.01.2017Siemens buyUBS AG
04.01.2017Siemens buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.12.2016Siemens buyBaader Bank
16.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
11.01.2017Siemens HoldDeutsche Bank AG
09.01.2017Siemens Equal weightBarclays Capital
05.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
04.01.2017Siemens NeutralJP Morgan Chase & Co.
11.01.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
20.01.2016Siemens UnderweightBarclays Capital
09.12.2015Siemens UnderweightBarclays Capital
13.11.2015Siemens UnderweightMorgan Stanley
13.11.2015Siemens UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX fester -- US-Börsen um Nulllinie -- Deutsche Bank streicht Boni für Topmanager -- Goldman Sachs verdient mehr -- Citigroup-Überschuss klettert -- ASML im Fokus

Unternehmen warnen Trump vor Handelskrieg mit Peking. Von Goldman Sachs bis Deutsche Bank: Das haben Geldhäuser laut einer Studie mit Kim Jong-Un und der Mafia gemeinsam. Rocket Internet will 2017 drei Beteiligungen in die Gewinnzone bringen. Deutsche Inflation auf höchstem Stand seit Juli 2013.
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Daimler AG 710000
BASF BASF11
E.ON SE ENAG99
Bayer BAY001
Commerzbank CBK100
Apple Inc. 865985
Deutsche Lufthansa AG 823212
Nordex AG A0D655
Deutsche Telekom AG 555750
Allianz 840400
K+S AG KSAG88
BMW AG 519000
Siemens AG 723610