HAMBURG/FRANKFURT/ODER (dpa-AFX) - Das Solarunternehmen
Conergy steckt in den roten Zahlen. In den ersten neun Monaten wurde ein Verlust von minus 103,2 Millionen Euro (Vorjahr: plus 0,8 Mio) ausgewiesen. Ihn führte die Conergy AG am Donnerstag in Hamburg im wesentlichen auf eine Produktionsumstellung in der Modulfabrik Frankfurt/Oder zurück. Die Produktionskosten dort würden künftig deutlich sinken, teilte das Unternehmen mit. "Conergy macht sich durch die reduzierte Fertigungstiefe erheblich unabhängiger von einem möglichen weiteren Preisverfall", berichtete Vorstand Alexander Gorski.
Den Preisverfall bekam das Unternehmen 2011 in Deutschland zu spüren und zusätzlich einen Nachfragerückgang. Infolgedessen ging der Gesamtumsatz bis Ende September um 14 Prozent auf rund 571 Millionen Euro zurück. Erfolgreicher agierte das Unternehmen im Ausland, wo die Erlöse um mehr als ein Viertel auf 414,5 Millionen Euro stiegen. Für das Gesamtjahr kalkuliert Conergy einen Umsatzrückgang auf bis zu 750 Millionen Euro ein (2010: 913 Mio).
Conergy beschäftigte Ende 2010 in Deutschland rund 1.000 Mitarbeiter, weltweit waren es 1.570. Der Vorstand kündigte an, weiter Personal- und Sachkosten in allen Bereichen konsequent senken zu wollen. Konkretere Pläne gebe es aber nicht, ergänzte eine Sprecherin. In Frankfurt/Oder wird derzeit mit den Betriebsräten über einen Sozialplan verhandelt. Dort sollen 100 Stellen der 450 Arbeitsplätze wegfallen./akp/DP/wiz